• 02.06.2010, 13:57:15
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Blue Buildings: Experten fordern verstärkt ethisches und innovatives Denken in der Immobilienbranche

Wien (OTS) - Nachhaltiges Planen, Bauen und Bewirtschaften von
Immobilien betrifft Aspekte der Stadtentwicklung ebenso wie
Perspektiven der gesellschaftlichen Verantwortung, des Facility
Managements und der Architektur. Erörtert wurde dies von rund 20
Vortragenden im Rahmen der ersten österreichischen "Green & Blue
Building Conference" (GBB), die am letzten Tag der diesjährigen Real
Vienna von 200 Experten aus der Bau- und Immobilienbranche besucht
wurde. Alle Unterlagen und Präsentationen der GBB werden unter
www.ogni.at/gbb zum Download angeboten.

Perspektive der Stadtentwicklung: City 2050

Erstmals in Österreich wurde auf der GBB das international
beachtete ULI Konzept "City 2050" präsentiert und diskutiert. "Mit
City 2050 zeigen wir relevante Herausforderungen auf, die es für
Städte zukünftig zu lösen gilt", so Claudia Gotz (ULI). "City 2050
werden wir als ULI für den CEE-Raum weiterentwickeln", kündigt ULI
Chair Austria Philipp Kaufmann an. Markus Neurauter (Raiffeisen
evolution) sieht in diesem Zusammenhang vor allem die Politik in der
Verantwortung, geeignete Rahmenbedingungen im Wettbewerb der Regionen
und Städte zu schaffen. Und, so Neurauter: "Heutzutage gibt es keine
Gebäude mehr, die nicht nachhaltig gebaut werden. In Zukunft streben
wir für alle unsere Projekt- und Immobilienarten in Österreich und
CEE DGNB-Zertifizierungen der ÖGNI an."

CSR und ethisches Handeln

"Nachhaltige Investments im Immobilienbereich sind auch in
Österreich immer stärker gefragt " so Martin Weishäupl (Brainbows),
der Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit und CSR berät. Für
Franz Haimerl (LeitnerLeitner) ist CSR auch eine Chance, sich zu
positionieren und das richtige zu machen. So sieht es auch Gerald
Geiger von Spar, der herausstreicht, dass ein Unternehmen wie Spar
als größtes Familienunternehmen gesellschaftliche Verantwortung
übernehmen muss. Die ÖGNI ermögliche Immobilienunternehmen, den
richtigen Weg für ein Corporate Governance Modell einzuschlagen. Ein
Angebot, dass von derzeit 150 Mitgliedsunternehmen in Anspruch
genommen wird. "Wir verstehen dies als Auftrag für die nächsten
Monate, ethisches Handeln für Immobilienunternehmen in Österreich zu
fördern und geeignete Instrumente zu entwickeln", so Präsident
Philipp Kaufmann.

Facility Management

Dass Nachhaltigkeit nicht mit der Übergabe einer Immobilie endet,
wurde in der Diskussionsrunde zum Thema Facility Management deutlich.
"Für das Facility Management ist Nachhaltigkeit eine zentrale
Herausforderung, um die Bewirtschaftungskosten langfristig zu senken
und vor allem die Qualität für den Nutzer zu erhöhen", führt Margot
Grim (FMA) in ihrem Eingangsstatement aus.

Architektur, Innovation & Projektentwicklung

Im abschließenden Podium forderten Bernhard Steger als Sprecher
der Plattform Architekturpolitik und Anna Popelka (Popelka Poduschka
Architekten) ein "gesellschaftliches Bekenntnis" zu innovativem
Denken in der Architektur. Denn, so Popelka: "In der Architektur ist
das, was am Ende da ist, immer neu. Es gibt aber immer
Unsicherheiten, die bei innovativen Ansätzen zu überwinden sind."
Eine dieser Unsicherheiten betrifft die Frage, ob der Markt und damit
der Nutzer bereit seien, für innovative Leistungen im Sinne der
Nachhaltigkeit einen entsprechend höheren Preis zu zahlen. Martin
Roth (Immobilien Rating GmbH) hebt in diesem Zusammenhang für
Investoren immer wichtigere Mindeststandards bei Green Buidling
Faktoren hervor: "Für Projekte, die diesem Standard nicht
entsprechen, wird es in Zukunft Abschläge geben. Das gilt besonders
für Märkte wie Österreich, die sich bereits auf einem hohen Niveau
bewegen."

Daher stehe bei der ÖGNI auch im Vordergrund, durch die
Zertifizierung einen Paradigmenwechsel hinsichtlich des Stellenwerts
von nachhaltigem Bauen, Planen und Bewirtschaften zu bewirken.
Philipp Kaufmann abschließend: "Die Zertifizierung ermöglicht diese
Entwicklung, da sie Transparenz und Sicherheit schafft - für
Investoren, Bauherren und Nutzer."

Über die ÖGNI

Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft
(ÖGNI) ist eine Initiative der österreichischen Bau- und
Immobilien-wirtschaft um Nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften zu
etablieren. Der Verein wurde am 29.09.2009 von 125
Gründungsmitgliedern gegründet. Die ÖGNI zertifiziert nachhaltige
Gebäude mit dem internationalen DGNB-System, welches für den
österreichischen Markt adaptiert wurde, und ist Mitglied im World
Green Building Council (WGBC).

Rückfragehinweis:

Österreichische Gesellschaft für 
   Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI)
   
   Philipp Kaufmann
   0699 17 77 66 66
   mailto:[email protected]

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