- 01.06.2010, 15:31:23
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- OTS0314 OTW0314
Stellungnahme Österreichischer Hausärzteverband zu vertragslosem Zustand zwischen Ärztekammer und SVA
Wien (OTS) - Der vertragslose Zustand zwischen Ärztekammer und
Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft ist nur vordergründig
ein Honorarstreit. Tatsächlich handelt es sich um einen Anschlag auf
den Gesamtvertrag, der bei allen Sozialversicherungsträgern das
zentrale Regelwerk für den niedergelassenen Bereich darstellt.
Die als sozial rücksichtsvolle, bargeldlose
Verrechnungsmodalitäten dargestellten Angebote der SVA an die
Ärzteschaft sind unmoralische Angebote.
Die eine Kammer hetzt die Mitglieder der anderen Kammer gegen
deren eigene Interessensvertretung auf. Jede einzelne Ärztin, jeder
einzelne Arzt wurde aufgefordert sich den Empfehlungen der
Ärztekammer zu widersetzen. Rechtsbeistand wird den KollegInnen
abgeboten, Diskretion jedenfalls, wenn sie gegen ihre eigenen und die
Interessen der Kollegenschaft handeln.
Es ist die absichtsvolle Verbindung der Annahme des Angebotes zur
bargeldlosen Direktverrechnung mit dem Votum gegen einen
Gesamtvertrag und gegen die eigene Standesvertretung, die jeden
Kompromiss unmöglich macht.
Hier sollen unsoziale gesellschaftspolitische Veränderungen im
Sinne einer selbstgerechten Unternehmerclique mit moralischem Druck
durchgepresst werden.
Jede Bürgerin, jeder Bürger, dessen Arbeitsbedingungen durch einen
Kollektivvertrag geregelt sind oder waren wird verstehen, dass die
Ärzteschaft weder den Gesamtvertag gegen Einzelverträge tauschen,
noch auf eine durch die Solidarität ihrer Mitglieder starke
Interessensvertretung verzichten kann.
Rückfragehinweis:
Dr. Christian Euler
Tel.: 0664 2014807, 02685 60760, mailto:[email protected]
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