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OTS0299   1. Juni 2010, 15:04

Faymann zu 10 Jahre Seniorenrat: Zur Krisenbewältigung brauchen wir den Geist der Sozialpartnerschaft und der Solidarität

Seniorenrat sucht das Gemeinsame in der Gesellschaft


"Nicht die Senioren, die Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer oder junge Familien mit Kindern haben die Krise
verursacht, sondern Spekulanten, die dafür gesorgt haben, dass die
Realwirtschaft in den Hintergrund und die Spekulation in den
Vordergrund getreten sind", betonte Bundeskanzler Werner Faymann
während seiner Rede im Rahmen der Festveranstaltung zu Ehren "Zehn
Jahre Sozialpartner Seniorenrat" am Dienstag im Parlament. Die
Wirtschaftskrise habe europaweit einen Budgetkonsolidierungsbedarf
von 800 Milliarden Euro ausgelöst. "Wir sind mit dem Beseitigen der
Trümmer der Krise beschäftigt. Wir brauchen hierfür den Geist der
Sozialpartnerschaft und der Solidarität. Denn nur so sind wir in der
Lage, Gerechtigkeit einzufordern", betonte Faymann. ****

Gegenwärtig seien in Europa 80 Millionen Menschen von Armut bedroht,
wobei vor allem ältere Menschen sowie junge Familien mit Kindern am
häufigsten armutsgefährdet seien. In Österreich gebe es Pensionen,
die dafür sorgen, dass die älteren Menschen nicht zu den
Hauptbetroffenen der Armutsgefährdung zählen. Reichtum sei nicht,
wenn es ein paar Wenigen gut gehe, sondern der gesamten Bevölkerung,
so Faymann der wie schon zuvor im Pressefoyer nach dem Ministerrat
forderte: "Wir müssen uns die Mindestsicherung leisten. Diese ist
eine wesentliche Voraussetzung, um dafür zu sorgen, dass diese
Wirtschaftskrise nicht die Schwächsten trifft."

Gesellschaft nicht in Alt und Jung einteilen

"Ich sehe den Seniorenrat nicht als Lobbyisten einer ganz bestimmten
Gruppe, sondern ich sehe den Seniorenrat im Sinne der
Sozialpartnerschaft, als eine Gruppe, die das Gemeinsame in der
Gesellschaft sucht", betonte Faymann und unterstrich: "Ich lasse
nicht zu, dass die Gesellschaft in Alt und Jung aufgeteilt wird."
(Schluss) ab

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OTS0299 2010-06-01 15:04 011504 Jun 10 NSK0005 0287



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