• 01.06.2010, 11:53:02
  • /
  • OTS0165 OTW0165

BM Claudia Schmied setzt Schwerpunkte bei der Förderung der Volkskultur

Neupositionierung und Erhöhung des Förderbudgets um mehr als 12 % auf Euro 500.000

Wien (OTS) - Nach der Neugestaltung der Museumsförderung 2008 und
des Öffentlichen Büchereiwesens Anfang dieses Jahres organisiert
Kulturministerin Dr. Claudia Schmied auch den Förderbereich
Volkskultur neu. Verbunden mit einer Aufstockung der Budgetmittel von
über 12 % auf Euro 500.000 wird das kulturpolitische Profil der
Volkskultur als dritte Säule des Förderwesens im Kulturbereich des
BMUKK ab 2011 anhand von drei Eckpfeilern definiert:

1. Verlässliche Basisförderungen für die österreichweit aktiven
Dachverbände der Volkskultur

2. Verstärkte Anreizfinanzierungen für innovative, auf Nachhaltigkeit
abzielende Projekte von bundesweiter Relevanz

3. Förderungen von bilateralen und internationalen Kontakten der
Volkskulturgruppen

Kulturministerin Claudia Schmied: "Mit der Neupositionierung der
Förderung der Volkskultur im Gleichklang mit der Museums- und
Büchereiförderung und einer Aufstockung des Budgets auf Euro 500.000
haben wir eine Basis geschaffen, um die Volkskultur zunehmend auch
als Plattform für den Dialog der Kulturen zu positionieren.
Insbesondere sollen mit der neu gestalteten Anreizfinanzierung auch
Länder und Gemeinden zur Mitfinanzierung innovativer Projekte in
diesem traditionellen Kulturbereich animiert werden. Gerade die
Volkskultur ist ein wichtiger Motor eines lebendigen kulturellen
Lebens. Vor Ort in den Regionen schafft sie Plattformen und Podien
des Dialogs, Fenster der Toleranz und eröffnet vielen Menschen den
Zugang zu Kunst und Kultur."

Die Neuordnung der Förderung der Volkskultur ab 2011:

- garantiert, dass das BMUKK ein verlässlicher Partner für die
gesamtösterreichischen Dachverbände der Volkskultur ist. Die
Jahresförderungen ab 2011 (Einreichfrist bis 31.12.2010) ermöglichen
den Dachverbänden ihre zahlreichen Verbände und Gruppen im Hinblick
auf gemeinsame, kulturpolitische Zeichensetzungen zu koordinieren.

- bietet einen Anreiz für die Kofinanzierung durch Länder und
Gemeinden durch Förderungen für innovative, auf Nachhaltigkeit
abzielende Projekte von bundesweiter Relevanz. Voraussetzung für die
Förderung ist der Nachweis der Förderungsbereitschaft durch das
jeweilige Land oder die Gemeinde, um die Finanzierung des
Fortbestandes und der Entwicklung der Volkskultur auch auf regionaler
Ebene sicher zu stellen.

- unterstützt die Vernetzung von Gruppen im internationalen Umfeld
durch die Förderung für bilaterale und internationale Kontakte zum
Ausbau des interkulturellen Dialogs. Dies umfasst einerseits
Auslandsaktivitäten, andererseits die Repräsentation österreichischer
Aktivitäten durch die Internationale Organisation für Volkskunst -
Österreich.

- beinhaltet eine Erhöhung des Förderbudgets für die Volkskultur von
über 12 % auf 500.000 Euro. Bisher stand ein jährlicher Betrag von
Euro 443.000 (2009) zur Verfügung.

"Volkskultur" als zur Abgrenzung von der "Hochkultur" entstandener
Begriff bezieht sich auf regional verankerte, sozial gebundene
Kulturformen, die neben der Festtagskultur, dem Brauchtum im Leben
und im Jahresverlauf etc. auch mündlich tradierte Kommunikations- und
Geselligkeitsformen sowie des Alltags im weitesten Sinne umfassen.

Zu den geförderten Bundesverbänden zählen unter anderen der Bund der
Österreichischen Trachten- und Heimatverbände, die
Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz, der Chorverband
Österreich, die Internationale Organisation für Volkskunst -
Österreich, der Österreichische Arbeitersängerbund, der
Österreichische Blasmusikverband, der Österreichische Bundesverband
für außerberufliches Theater sowie das Österreichische Volksliedwerk.
Im Rahmen der internationalen Kontakte waren z. B. ein Kärntner
Blasorchester als einziger Vertreter Österreichs beim Internationalen
Blasorchester-Wettbewerb "Coups de Vents" in Lens in Frankreich, eine
Volksmusikformation aus verschiedenen Bundesländern in Estland beim
Ethno Estland und Vilijandi Folk Festival
zur Mitwirkung und zur Vermittlung authentischer österreichischer
Volksmusik sowie ein niederösterreichischer Männergesangverein in
Brüssel zur Aufführung eines Konzertprogramms in sechs europäischen
Sprachen unter dem Motto "Donau Klangsignale in Europa".

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur , Pressebüro der Bundesministerin
Mag. Sigrid Wilhelm
Tel.: +43-1-53120-5030
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MUK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel