- 29.05.2010, 08:02:31
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Kärnten: Internationale Aufregung um Baltisch-Adriatische Achse und Koralmbahn
LH Dörfler: Koralmbahn ist Herzstück der Baltisch-Adriatischen Achse - Erfolgreiche Lobbying-Arbeit soll durch aktuelle Diskussion nicht gestört werden.
Klagenfurt (OTS/LPD) - Die in dieser Woche erneut entbrannte
Diskussion und In-Frage-Stellung der Koralmbahn von bundespolitischer
Seite aus, habe laut Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler
auf internationaler Ebene für große Aufregung gesorgt.
"Koralmbahnpartner in Italien und wichtige Entscheidungsträger in
Brüssel sind über die entstandene Diskussion bezüglich Realisierung
der Koralmbahn sehr irritiert." Vor allem die Nachbarregionen in
Oberitalien würden sich große Sorgen um die Umsetzung dieser
wichtigen Verkehrsachse machen. "Die Verantwortungsträger der
Baltisch-Adriatischen Achse sehen in der Koralmbahn ein wichtiges
Teilstück dieser gesamteuropäischen Verkehrsachse. Sollte nun die
Koralmbahn verspätet oder im schlimmsten Fall gar nicht realisiert
werden, ist dies auch eine klare Absage für die Baltisch-Adriatische
Achse", stellt Dörfler fest.
Derartige Diskussionen rund um die Koralmbahn könnten auch
schwerwiegende Auswirkungen auf das europäische
Zukunftsinfrastrukturprojekt BATCo (Baltic- Adriatic Transport
Cooperation)haben. "Derzeit wird auf europäische Ebene in Brüssel
intensives Lobbying für die Baltisch-Adriatische Achse betrieben.
Tragen diese Bemühungen Früchte, wird die EU dieses Projekt auch
entsprechend finanziell unterstützen", so Dörfler. Wenn nun die
verantwortliche Infrastrukturministerin Doris Bures und mit ihr die
österreichische Bundesregierung den Bau der Koralmbahn auf Eis legen
würden, seien alle Chancen Österreichs, über die Baltisch-Adriatische
Achse Fördermittel zu lukrieren, auf sehr lange Zeit, wenn nicht
sogar für immer, vertan. "Eine derartige Verkehrspolitik, wie sie
derzeit von Entscheidungsträgern auf Bundesebene betrieben wird,
macht Österreich zur europäischen Lachnummer im Bereich der
Infrastruktur", bewertet Dörfler die aktuelle Situation.
Um der derzeit bestehenden Verunsicherung entgegen zu wirken,
fordert der Kärntner Landeshauptmann den Bundeskanzler und die
zuständige Bundesministerin erneut auf, umgehend klarzustellen, dass
sie zu den Verträgen, die Koralmbahn betreffend stehen, alle
schriftlichen Vereinbarungen einhalten und das Projekt ohne
Verzögerung umsetzen.
"Ich hoffe, dass sich die Ministerin in Wien dieser Bedeutung und
einmaligen Chance Österreichs bewusst ist und im Sinne der
Verkehrspolitik Österreichs nun entsprechende Schritte setzt", so
Dörfler. Kärnten, Österreich, aber auch der gesamteuropäische Raum
würden die Koralmbahn als Herzstück der Baltisch-Adriatischen Achse
brauchen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben und nicht
gegenüber anderen Regionen Europas den "verkehrstechnischen Zug in
Richtung Zukunft" zu versäumen.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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