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Größte Pensionskasse geht teilweise auf PEKABE-Kurs

VBV um Schadensbegrenzung bemüht

Wien (OTS) - Pe|ka|be begrüßt grundsätzlich, dass auch die VBV als größte heimische Pensionskasse die Initiative des Seniorenrates hinsichtlich unserer wichtigsten, langjährigen Forderungen zur Sanierung des Pensionskassenwesens in Österreich unterstützt.

Allerdings sind hinsichtlich der VBV-Empfehlung, mit
Inanspruchnahme des Pauschalsteuermodells eine Herabsetzung des Rechnungszinses auf 3,5 % vorzunehmen, einige Klarstellungen erforderlich:

1. Die Absenkung der Rechnungszinsen in bestehenden Pensionskassenverträgen würde je nach Lebensalter des Pensionisten eine sofortige Pensionskürzung von 20 bis 35 % nach sich ziehen und somit die durch das Pauschalsteuermodell ohnehin nur teilweise Abgeltung der bisherigen schweren Verluste zunichtemachen. Besonders unsozial wäre diese Lösung bei den Beziehern kleiner Pensionskassenpensionen.

2. Zudem bietet auch ein Rechnungszins von 3,5 % keinen Schutz vor Kürzungen wie die letzten 10 Jahre mit einem Durchschnittsertrag der Pensionskassen von jährlich nur rund 2 % gezeigt haben. Die Junktimierung von Vorwegbesteuerung des gesamten Deckungskapitals (Pauschalsteuer) mit einer Absenkung des Rechnungszinses würde also nur den Pensionskassen die Verantwortung für die seinerzeitigen Ertrags-Zusagen abnehmen und die unaufholbaren Verluste der Leistungsberechtigten nochmals erhöhen!

Aus unserer Sicht erscheint also die VBV-Ergänzung zu den ursprünglichen Vorschlägen des Seniorenrates im Sinne der bereits schwer geschädigten Pensionisten bzw. Pensionsanwärter nicht schlüssig.

Das vom neu bestellten Obmann des Fachverbandes der
Pensionskassen, Zakostelsky, dem Standard gegenüber abgegebene Statement, die Pensionskassenreform sei in der Zielgeraden, muss als verfrüht zurückgewiesen werden. Pe|ka|be ist aber gerne bereit, mit der VBV und dem Fachverband der Pensionskassen einen haltbaren Lösungsvorschlag im Sinne von 300.000 Betroffenen zu erarbeiten.

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