• 27.05.2010, 11:35:03
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Wlodkowski fordert Transparenz bei Transferleistungen für alle

Landwirte wehren sich, Leistungsentgelte mit arbeitslosem Einkommen gleichzusetzen

Wien (OTS) - "Wir haben nichts zu verbergen und erbringen für
unser Geld Leistung. Dieses Prinzip, das dokumentiert durch die
sogenannte Transparenzdatenbank in der Landwirtschaft bereits Gang
und Gäbe ist, ist Vorbild für jedermann in Österreich und sorgt
letztlich für mehr Verteilungsgerechtigkeit und Effizienz der
öffentlichen Ausgaben." Dies stellte der Präsident der
Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodkowski, zur aktuellen
innenpolitischen Debatte um die Einführung einer allgemeinen
Transparenzdatenbank in Österreich fest.

"Während gleichzeitig die Einführung einer Mindestsicherung in
Österreich zur Diskussion steht, wehren sich die Landwirte allerdings
dagegen, dass man ihnen in polemischer Weise Leistungsentgelte als
Subventionen fürs Nichtstuen aufrechnen will", so Wlodkowski weiter.

Leistungsentgelte nicht mit arbeitslosem Einkommen gleichsetzen

"Dabei etwa Zahlungen aus dem Umweltprogramm ÖPUL für die
Einhaltung von Bewirtschaftungsauflagen, die über die strengen
allgemeinen Umweltauflagen für die europäische Landwirtschaft sogar
noch hinausgehen und die Produktion verteuern, oder Ausgleichszulagen
für die Bewirtschaftung extremer Berglagen im Interesse der
Allgemeinheit mit arbeitslosem Einkommen aus öffentlichen
Transferleistungen gleichsetzen zu wollen, ist nicht nur unfair,
sondern führt gerade in wirtschaftlich kritischen Zeiten, wie wir sie
zurzeit durchleben, zur Gefährdung des gesellschaftlichen
Zusammenhalts und sozialpartnerschaftlichen Grundkonsenses. Sie
gefährden weiters die staatspolitisch und für die gesamte
Gesellschaft essenzielle Eigenversorgung mit Lebensmitteln aus
heimischer Erzeugung und Versorgung der Bevölkerung und anderer
wichtiger Wirtschaftszweige wie den Tourismus mit Umwelt- und
Wohlfahrtsleistungen wie Landschaftspflege, Sicherung der
Wasservorräte und Schutz von Siedlungen vor Naturgewalten", warnte
der Landwirtschaftskammer-Präsident.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
LK-Pressestelle: Dr. Josef Siffert,
Tel +43/1/53441-8521, Fax +43/1/53441-8519,
E-Mail [email protected]

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