• 26.05.2010, 11:49:01
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DI Robl: "Niveausenkung durch den Bolognaprozess stoppen"

Zivilingenieure: Auswirkungen auf den Technikerberuf

Wien (OTS) - Die Österreichischen Zivilingenieure begehen heuer
das 150-Jährige Jubiläum der Gründung ihres Berufsstandes.

"Im Jubiläumsjahr blicken wir auch auf mehr als 10 Jahre
Bolognaprozess zurück, und müssen vor einer beginnenden Niveausenkung
warnen.", so DI Josef Robl, Vorsitzender der Bundessektion
Ingenieurkonsulenten.

Für die Zivilingenieure und Ingenieurkonsulenten sei
bestausgebildeter Nachwuchs das Wichtigste, um die hohe Kompetenz und
Unabhängigkeit der Zivilingenieure und Ingenieurkonsulenten zu
bewahren.

"Das Problem ist, dass wir uns mitten in einem Prozess der
Niveausenkung befinden." so DI Robl, "Es wird langsam begonnen,
Bakkalaureats-Absolventen mit den ehemaligen Diplom-Absolventen, den
heutigen Master-Absolventen, international und national
gleichzusetzen." Dies sei ein fataler Fehler und besonders in
technischen Berufen höchst problematisch sowie für die Berufsausübung
keinesfalls akzeptabel.

"Die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Studieninhalten
erfolgt in den sechs Semestern des Bakkalaureats zu wenig
tiefgehend.", so DI Robl. Die Niveausenkung durch den Bolognaprozess
müsse gestoppt werden, Masterstudien seien weiterhin absolut im Fokus
zu behalten.

Notwendig sei dafür vor allem die Information von Studenten und
potenziellen Arbeitgebern. Noch wichtiger seien jedoch die vom
Gesetzgeber gewährten Zugänge für Bakkalaureatsabsolventen. Hier sei
eine klare Linie zu ziehen.

"Der aktuell angestrebte weitgehende Zugang zur Berufsausübung mit
höchster technischer Verantwortung - wie zum Beispiel Ziviltechniker
- muss weiterhin unseren bestausgebildeten Master-Absolventen
vorbehalten werden.", so Robl mit Verweis auf Bestrebungen in
Deutschland.

Rückfragehinweis:
Jeitler & Partner Werbeagenten / PR
Dkkfm. Georg H. Jeitler
Tel. +43 2252 890200-0, mailto:[email protected]

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