- 26.05.2010, 09:14:45
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ÖAMTC prüft 18 Kindersitze: 13 Mal "gut" vergeben, nur ein Ausreißer mit "genügend" (+Grafik, +Video, +Foto)
Alle Babyschalen im Test "gut" - ÖAMTC rät, möglichst spät in nach vorne gerichtete Kindersitze zu wechseln
Wien (OTS) - Der ÖAMTC testet jährlich die neuen am
österreichischen Markt erhältlichen Kindersitze. Das Ergebnis ist
eine gute Orientierungshilfe: einerseits für Konsumenten beim
Kindersitzkauf, andererseits für Hersteller, die sich noch verbessern
wollen. Der aktuelle ÖAMTC-Kindersitztest 2010 zeigt: "Für jede
Altersgruppe gibt es mehrere gute Kindersitze, unter denen die Eltern
auswählen können", sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Heuer wurden
18 Kindersitze auf vier für den Verbraucher wichtigen Kriterien
geprüft: Sicherheit, Bedienung, Komfort und Gebrauchseigenschaften.
13 Mal wurde die Note "Gut" vergeben, darunter an alle sechs zum Test
angetretenen Babyschalen. Vier Mal gab es ein "Befriedigend" und
einmal ein "Genügend". Die aktuellen Ergebnisse sind direkt
vergleichbar mit denen der Jahre 2007 bis 2009, da die Prüfkriterien
genau entsprechen. Erfreulicherweise gibt es beim diesjährigen Test -
anders als in den vergangenen drei Jahren - kein "Nicht genügend".
"Ein sehr erfreulicher Trend", sagt sich Kerbl.
Ergebnisse des ÖAMTC-Kindersitztests im Detail sowie Informationen
zur entsprechenden Gewichtsklasse:
Gewichtsklasse bis 13 Kilogramm ("Babyschalen")
Alle sechs Testkandidaten dieser Klasse haben ein "Gut" erhalten.
Klassensieger ist der Maxi Cosi Pebble mit dazugehöriger Isofixbasis
FamilyFix. "Der Sitz ist sicher, fürs Kind bequem und für Erwachsene
einfach zu bedienen. Montagefehler können nahezu ausgeschlossen
werden, weil das System so logisch ist", sagt ÖAMTC-Techniker Kerbl.
Weiters "gut" nach ÖAMTC-Wertung sind Maxi Cosi Cabriofix (mit
Isofixbasis), Kiddy Maxifix Pro, Chicco Autofix Fast und Maxi Cosi
Pebble (ohne Isofixbasis) sowie Kiddy Maxi Pro. Babyschalen werden
gegen die Fahrtrichtung montiert und schützen daher besonders gut bei
einem Frontunfall. "Die Nackenmuskulatur von Babys und Kleinstkindern
ist im Verhältnis zur Kopfgröße noch schwach entwickelt. Bei einem
Frontunfall wird bei nach hinten gerichteten Sitzen der Kopf in den
Sitz gedrückt", erklärt ÖAMTC-Techniker Kerbl. Daher sollte der
Wechsel aus der Babyschale in einen nach vorne gerichteten Kindersitz
möglichst spät erfolgen. Einziger Nachteil: Die Kinder haben mehr
Spaß, wenn sie in die Fahrtrichtung schauen. "Das ist leider auch der
Grund, warum viele Erwachsene verfrüht zum nächst größeren Sitz
greifen", sagt Kerbl.
Gewichtsklasse Kleinkinder von 9 bis 18 bzw. bis 36 Kilogramm
In dieser Sitzklasse gab es vier "gut", für: Kiddy Energy Pro,
Maxi Cosi Pearl + FamilyFix, Kiddy Guardian Pro sowie Cybex Pallas.
Mit "befriedigend" wurden der Peg Perego Viaggio, jeweils mit und
ohne Isofixbasis, bewertet.
Gewichtsklasse 15 bis 36 kg, "Sitzerhöher"
Gut: Concord Transformer T, Maxi Cosi Rodi Airprotect und Cybex Free
Fix.
Befriedigend: Römer Adventure und Recaro Monza Seatfix.
Auch das einzige "Genügend" im ÖAMTC-Kindersitztest findet sich in
dieser Gruppe: Chicco Key 2-3 Ultrafix. "Dieser Sitz ist in den
Einzelwertungen bei Bedienung und Komfort nicht auffällig
minderwertiger als andere Produkte. Aber die schlechte Bewertung beim
Seitenaufprallschutz sowie die vergleichsweise schlechte Benotung
beim Anschnalltest und bei der Reinigung haben letztendlich nur für
ein 'Genügend' gereicht", erklärt Kerbl.
Neue Rechtslage in Sachen Kindersitzkauf und -verkauf
Beim Kindersitzkauf ist zu beachten, dass der Sitz zumindest der
ECE Regelung Nr. 44-04 entspricht. Die Verwendung von Kindersitzen,
die nicht zumindest der EC44-03 entsprechen, ist in Österreich seit
28. April 2010 verboten.
Kindersitze für Kinder der ECE-Klassen 0, 0+ und I (von Geburt an
bis 18 kg bzw. etwa 4. Lebensjahr), die zwar den ECE-Regelungen 44-03
oder 44-04 entsprechen, die aber für die Rückhaltung des Kindes
ausschließlich den Sicherheitsgurt des Fahrzeuges verwenden, dürfen
seit 1. Mai 2010 nicht mehr verwendet werden. "Das bedeutet, dass
Kinder zumindest bis 15 Kilogramm Körpergewicht in einem Kindersitz
mit Hosenträgergurt oder Fangkörper im Fahrzeug gesichert werden
müssen. Der ÖAMTC empfiehlt bei allen Kindersitzen, möglichst spät
auf den Folgesitz umzusteigen", erklärt der ÖAMTC-Experte.
Informationen dazu gibt es im Rahmen einer kostenlosen
Kindersitzberatung auf allen ÖAMTC-Stützpunkten in ganz Österreich.
Bisherige Testergebnisse und Wissenswertes zum Thema Kindersicherung
im Auto findet man auch im Internet unter www.oeamtc.at/kindersitze.
Aviso an die Redaktionen: Bildmaterial zum Test und eine Grafik zu
den getesteten Kindersitzen gibt es im ÖAMTC-Foto-Service unter
www.oeamtc.at/presse. TV-Material kann telefonisch unter
01/71199-21218 angefordert werden.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Eva Käßmayer, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, mailto:[email protected], http://www.oeamtc.at
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