• 25.05.2010, 13:27:28
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SONNENSTROM-PETITION legt Superstart hin

Die ersten 1000 Unterstützungserklärungen werden noch für heute erwartet.

Wien (OTS) - Heute wurde um Punkt 10 Uhr die Webseite
www.sonnenzukunft.at frei geschalten, bis 13 Uhr gingen 600
Unterstützungserklärungen ein und wir erwarten in den frühen
Abendstunden die tausendste Unterstützungserklärung.

Während weltweit die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen
Strom boomt, kommt in Österreich die Photovoltaik nicht vom Fleck.
Deutschland ist mit einer installierten Leistung von 3 800 MWp (zum
Vergleich ein Atomkraftwerk hat die Leistung von 1 200 MWp) im Jahre
2009 Weltmeister. Tschechien hat 411 MWp installiert, Frankreich
ebenfalls Atomstaat immer noch 250 MW und Belgien liegt bei 203 MWp.
Österreich ist weit abgeschlagen und hat nach aktuellem
Auszählungsstand mickrige 7 MW installiert. "Ein Ökostromgesetz, das
mit 2,1 Millionen Euro pro Jahr gedeckelt ist, erstickt den Ausbau
der Photovoltaik im Keim", bemängelt Hans Kronberger vom
Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA). "Die unendliche Ressource
Sonnenlicht wird der wichtigste Energieträger der Zukunft sein,
sauber, krisensicher und preisstabil." Es besteht die Gefahr, dass
Österreich den Anschluss an die internationale Entwicklung endgültig
verpasst. Die Österreichische PV-Industrie leidet seit Jahren unter
dem fehlenden Heimmarkt. Martin Aichinger von ertex solar:
"Österreich hat eine großartige Photovoltaikindustrie von
Wechselrichtern bis Isolierfolien, aber auch eine aufstrebende
Modulproduktion, doch weit über 90 Prozent der Produkte müssen
exportiert werden. Der fehlende Heimmarkt ist im Bereich der
Forschung und Entwicklung ein unerträglicher Wettbewerbsnachteil
gegenüber ausländischen Mitbewerbern".

Auch das heimische Elektrogewerbe kann sich in der
zukunftsträchtigen Sonnenstromproduktion ohne Markt nicht etablieren:
"Die Stopp and Go-Politik mit Einzelförderaktionen gibt dem Gewerbe
keine Planungssicherheit", kritisiert Ing. Josef Witke von der
Bundesinnung. "Wie sollen unsere Unternehmen PV-Fachkräfte ausbilden
und beschäftigen, wenn sie dann mit viel Glück bei der jährlichen
Ausschreibung zwei oder drei Anlagen ergattern? Wir brauchen
Investitionssicherheit um einen geregelten Markt aufbauen zu können."
Zum Vergleich: In Bayern installiert ein einziger größerer Betrieb so
viel wie die gesamte österreichische Installationsleistung.

Angesichts der misslichen Lage des österreichischen PV-Marktes
richtet die PVA eine Petition an die Österreichische Bundesregierung,
mit der Bitte, die Deckelung der Photovoltaik im Ökostromgesetz
aufzuheben und eine Entwicklung nach internationalem Vorbild zu
ermöglichen. Bis Herbst sollen sich mindestens 10 000 Unterzeichner
der Petition anschließen.

SONNENSTROM-PETITION

An die österreichische Bundesregierung
Wir bitten Sie dafür Sorge zu tragen, dass es auch in Österreich zu
einem systematischen Ausbau der Nutzung von Sonnenstrom kommt. Der
erste Schritt wäre die Deckelung der Tarifförderung im Ökostromgesetz
durch eine Regelung zu ersetzen, die nach internationalem Vorbild den
Ausbau der Photovoltaik nach oben offen hält.

Alle Texte, Unterlagen und Fotos zum heutigen Start der
Sonnenstrompetition im Rahmen einer Pressekonferenz finden Sie auf
www.pvaustria.at unter folgendem Link:
http://www.pvaustria.at/content/page.asp?id=338&menurt=206&menuid=206

Rückfragehinweis:
Bundesverband PHOTOVOLTAIC AUSTRIA
Mag. Silvia Painer-Eichberger
Telefon +43 (0)1 522 35 81 oder +43 (0)664 4201310
[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ENP

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