• 19.05.2010, 15:01:22
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Berlakovich: Wert des Waldes hat viele Dimensionen

Fachtagung beleuchtet alle Facetten der Waldbiodiversität - Marktoptimierung ist ein großes Thema

Wien (OTS) - Am 18. und 19. Mai 2010 findet in der Steiermark im
Schloss Gabelhofen in Judenburg die Tagung mit dem Titel "Großer
Wert - kein Preis?" statt. Die Eröffnung übernahm der Generalsekretär
des Lebensministeriums, Reinhard Mang. "Im mitteleuropäischen
Vergleich zählt Österreich zu den Artenreichsten Ländern. Mit rund 47
Prozent der Staatsfläche zeichnen sich Wälder mit ihrem reichhaltigen
Ar-tenspektrum aus. Viele Arten und Lebensräume sind direkt oder
indirekt mit der Waldbewirtschaftung verbunden. Biodiversität ist in
Österreich im Wesentlichen Er-gebnis der Bewirtschaftung und die
Leistungen müssen auch ökonomisch abgesi-chert sein. Maßnahmen zur
Erhaltung der Artenvielfalt gibt es aber nicht nur im
be-wirtschafteten Wald. Im Österreichischen Naturwaldreservate
Programm werden sensible und ökologisch wertvolle Gebiete geschützt",
so Landwirtschafts- und Um-weltminister Niki Berlakovich anlässlich
der Auftaktveranstaltung im Internationalen Jahr der Artenvielfalt.

"Großer Wert - kein Preis?" ist die Folgeveranstaltung der im
vorigen Jahr abgehal-tenen Fachtagung "Forstwirt schaf(f)t
Biodiversität". In Salzburg fokussierte man den nicht-ökonomischen
Wert der Biodiversität. Heuer ist die Marktoptimierung ein gro-ßes
Thema und man diskutiert zum Beispiel über Vertragsnaturschutz oder
Förde-rungen. "Neben der wichtigen Rolle des Waldes als Quelle für
Holz- und Nichtholz-produkte versorgt uns der Wald mit einer Vielzahl
von unterschiedlichen Leistungen. Er schützt vor Naturgefahren,
liefert einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz, filtert
Wasser, liefert Energie, bietet Erholungsraum und nicht zuletzt
Lebensraum für Tiere und Pflanzen", fasst Mang in seiner
Eröffnungsrede zusammen. "Im Rahmen der Tagung werden nationale und
internationale Experten zu Wort kommen, die den Wert der
Waldbiodiversität in diversen Bereichen betrachten und aus
volkswirtschaft-licher, eigentumsrechtlicher oder etwa ethischer
Sichtweise beleuchten", so der Ge-neralsekretär weiter. Als besonders
wichtig erachtet man dabei den Dialog mit allen Betroffenen
(Walddialog). Biodiversität ist auch ein erstrebenswertes
Betriebsziel, denn ökonomische Absicherung erreicht man auch durch
neue Wege, mittels Ökosponsering oder
Privat-Public-Partnership-Modelle.

Zum Thema Artenvielfalt will auch die Kampagne "vielfaltleben" des
Lebensministeri-ums vermitteln, welchen Beitrag jede und jeder
einzelne zur Erhaltung und Verbesse-rung der Biodiversität leisten
kann. Zentrale Herausforderung dabei ist es, den Wert von
Ökosystemen, biologischer Vielfalt und natürlichen Ressourcen zu
erkennen. Denn Waldschutz ist gleichzeitig auch Artenschutz.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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