- 19.05.2010, 13:35:55
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Ärztinnen und Ärzte sind die besseren Spitalsmanager
IFES-Umfrage belegt dramatisch sinkende Arbeitszufriedenheit in Österreichs Spitälern - Trendumkehr, wenn Managementpositionen durch Ärzte besetzt werden
Wien (OTS) - Abnehmende Arbeitszufriedenheit bei gleichzeitigem
Anstieg des Arbeitsdrucks, der Arbeitsintensität sowie von
Verwaltungsstress - das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie
des Instituts für empirische Sozialforschung (IFES), welche die
Österreichische Ärztekammer heute, Mittwoch, präsentiert hat. Dass es
auch anders gehen würde, zeigen nicht zuletzt Beispiele und Studien
aus der ganzen Welt, die belegen, dass Ärztinnen und Ärzte die
besseren Spitalsmanager sind und so zu einer zunehmenden
Zufriedenheit und Leistungssteigerung im Krankenhaus beitragen
könnten - wenn man sie in die entscheidenden Positionen lässt. ****
So berichtete die Beratungsfirma McKinsey in ihrem Magazin "The
McKinsey Quarterly" über einen großen medizinischen Anbieter in den
USA, der in den 1990er-Jahren mit erheblichen klinischen und
finanziellen Problemen zu kämpfen hatte. Ein neuer medizinischer
Direktor baute die klinische Leitung zu einer expliziten Kraft aus,
um letztendlich ein verbessertes Ergebnis für die Patienten zu
erreichen und zu gewährleisten. Der Arzt sah seine Rolle als
partnerschaftlich medizinisch denkender Verantwortlicher und brachte
damit den Anbieter innerhalb von fünf Jahren wieder ganz an die
Spitze.
"Dies ist ein aussagekräftiges Beispiel für die nicht zu
unterschätzende Kompetenz und Empathie von Ärztinnen und Ärzten auch
in Managementpositionen", betont dazu Ärztekammerpräsident Walter
Dorner. Hier müsse auch in Österreich angesetzt und weitergedacht
werden, ist der Ärztechef überzeugt. Denn Ärztinnen und Ärzte würden
helfen, Verbesserungen im Klinikmanagement zu forcieren und
umzusetzen, "weil sie einen integralen Anteil in der Gestaltung von
klinischen Abläufen haben". Sie dehnten ihre täglich gelebte
Verantwortung für die Patienten auf die gesamte Organisation aus, so
der Ärztekammerpräsident.
Wichtig sei, den Fokus auch im 21. Jahrhundert "nicht allein auf
ökonomische und wirtschaftliche Zwänge und Vorgaben zu richten,
sondern das Hauptaugenmerk auf den Patienten zu legen". Wären
Ärztinnen und Ärzte mit einem System im Krankenhaus konfrontiert,
welches mehr ihren Ambitionen und Ansinnen entsprechen würde, wäre
vermutlich auch die Arbeitszufriedenheit eine höhere und somit auch
die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten, so Dorner
abschließend.
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Dr. Hans-Peter Petutschnig
Tel.: (++43-1) 51501/1223, 0664/1014222, F:51501/1289
mailto:[email protected]
http://www.aekwien.at
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