• 18.05.2010, 12:10:19
  • /
  • OTS0169 OTW0169

Grünewald zu Universitäten: Hochschulpolitik im Rückwärtsgang

Sparmaßnahmen stempeln Regierungsversprechen zur Farce

Wien (OTS) - "Der Umgang mit Universitäten, mit Forschung und
Forschungsförderung zeugt von maximalem Unverständnis über die
Bedürfnisse von Bildung und Forschung", erklärte der
Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. "Die Ankündigung,
Bildung und Forschung zum Schwerpunkt der Regierungspolitik zu
machen, ist längst zum Gefasel geworden, und eine reine Frotzelei für
die Betroffenen. Ministerin Karl wird durch diese Fehler von heute
nicht nur Stillstand, sondern Einbrüche in Bildung und Forschung in
den nächsten Jahren zu verantworten haben. Ganze Jahrgänge von
Studierenden und jungen WissenschafterInnen verlieren ihre
Perspektiven und Zukunftschancen", warnt Grünewald. "Vizekanzler
Pröll und seine Ministerin sollen aufhören, den Universitäten,
Fachhochschulen und Forschungsförderungsorganisationen nur ständiges
Jammern und Nörgeln vorzuwerfen, sondern auf die zahlreichen
ExpertInnen hören, die dringend dafür plädieren, Unis, Forschung und
Bildung aus den Konsolidierungspakten herauszuhalten. Wenn immer nur
eine Politik der Kurzsichtigkeit und des Leugnens von Problemen und
Defiziten betrieben wird, dann lässt sich auch keine Zukunft für
Bildung und Forschung gestalten", so Grünewald.

"Faktum ist, dass entgegen allen Bekenntnissen zum Schwerpunkt
Bildung und Forschung, Universitäten und Fachhochschulen in den
letzten Wochen laufend mit neuen Budgetkürzungen konfrontiert wurden.
Beginnend mit klaren Kürzungen im Bundesfinanzrahmengesetz, rät nun
die zuständige Ministerin den Unis trotz Mittelkürzungen Rücklagen
für die Jahre nach 2013 zu bilden. Das bedeutet nichts anderes, als
dass die Universitäten und Fachhochschulen mit einer doppelten
Verknappung ihrer Ressourcen konfrontiert werden. Dies wird die
ohnehin prekäre Lage vieler Unis weiter verschärfen", analysiert
Grünewald. "Ich fordere Vizekanzler Pröll und Ministerin Karl
dringlich auf, ein Konjunkturpaket Bildung und Forschung zu schnüren
und damit einen klaren und notwendigen Schritt zur nachhaltigen
Krisenbewältigung zu setzten."

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel