- 17.05.2010, 11:22:14
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ÖVP Wien: Hauptbahnhof darf kein Millionengrab für Wiener Steuerzahler werden
Hauptbahnhof als nächster Wiener Bau-Flop
Wien (OTS) - "Nach der Zentralfeuerwache, bei der eine
300prozentige Baukostenüberschreitung erzielt wurde, droht nun die
Errichtung des Hauptbahnhofes zum nächsten Millionengrab für die
Wiener Steuerzahler zu werden", kritisieren in einer heutigen
Pressekonferenz der Planungssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Alfred Hoch,
und die Wiedner Bezirksvorsteherin Susanne Reichard. Unter anderem
stellte das Kontrollamt fest, dass die von der Stadt Wien
bereitgestellten Infrastrukturkosten von 123,4 Mio Euro im Jahre 2007
auf 259,8 Mio Euro explodieren. Das entspricht einer Verdopplung der
ursprünglich vorgesehenen Kosten. "Man sieht an diesem als
Jahrhundertprojekt gefeierten Vorhaben, wie ineffizient die Wiener
SP-Stadtregierung mit dem Steuergeld der Wiener Steuerzahler umgeht",
so Hoch.
Teures Cable Liner Projekt endgültig ad acta legen
Endgültig die Notbremse ziehen müsste man nach dem vorliegenden
Rechnungshofbericht bei den Plänen für einen Cable Liner, der die U1
und den Hauptbahnhof miteinander verbinden sollte. Auch hier gebe es
eine Kostenexplosion von 25,4 auf 32 Mio. Euro bei der Anschaffung
des Systems sowie eine Verdopplung bei den Betriebskosten. "Dieses
Lieblingsprojekt des Bürgermeisters, der sich damit ein Denkmal
setzen wollte, wird wohl Häupls einsamer Traum bleiben. Die Stadt
muss die Kritik des Rechnungshofes ernst nehmen und dieses
unrealistische Projekt endgültig ad acta legen", betont Reichard.
Dringend U2 Anbindung an Hauptbahnhof gefordert
Man müsse angesichts einer Wegzeit von 6,5 Minuten zwischen U1 und
Bahnhof eine weitere U-Bahnverbindung schaffen, weil es den
Fahrgästen nicht zuzumuten wäre, mit schwerem Gepäck derartig lange
Fußwege zurück zu legen. Zudem sei die U1 in den Hauptzeiten schon
jetzt ausgelastet, was eine Anbindung der U2 an den Hauptbahnhof umso
notwendiger mache, auch angesichts der Tatsache, dass bei den
Verkehrsplanungen des Hauptbahnhofes längst überholte Zahlen
herangezogen wurden, sodass mit einem noch höheren Verkehrsaufkommen
zu rechnen sei.
Der zuständige SP-Stadtrat Schicker sei daher dringend dazu
aufgefordert, endlich mit dem Projektbetreiber einen genauen
Kostenplan für das Projekt zu erstellen, um weitere
Projektkostenexplosionen für die Steuerzahler zu vermeiden. Zudem
fordere die ÖVP Wien einen Runden Tisch mit Stadtplanern und
Verkehrsexperten, an dem das Projekt einer zweiten U-Bahnanbindung an
den Hauptbahnhof im Detail erläutert, diskutiert und geplant werden
soll. "Es kann nämlich nicht so sein, dass die Unfähigkeit der SPÖ,
Großprojekte der Stadt Wien ohne Kostenexplosion zu realisieren, auf
den Rücken der Wiener Steuerzahler ausgetragen wird", betonen
Reichard und Hoch abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T: (+43-1) 4000/81 913, F:(+43-1)4000/99 819 60
mailto:[email protected]
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