• 12.05.2010, 10:15:36
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Theodor Kramer Preis 2010 an Elazar Benyo?tz

Überreichung am 14. Mai in der Minoritenkirche Krems/Stein

St. Pölten (OTS/NLK) - Am Freitag, 14. Mai, wird ab 19 Uhr in der
Minoritenkirche Krems/Stein in Zusammenarbeit zwischen der Theodor
Kramer Gesellschaft und dem Unabhängigen Literaturhaus NÖ (ULNOE)
sowie mit Unterstützung des Landes Niederösterreich, der Stadt Wien
und des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur der
zehnte Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und Exil
überreicht.

Der diesjährige Preisträger ist Elazar Benyo?tz, der als Paul
Koppel 1937 in Wiener Neustadt geboren wurde und 1939 mit seinen
Eltern nach Palästina flüchten konnte. Er wuchs in Jerusalem auf,
absolvierte ein Rabbinatsstudium, übte den Beruf aber nie aus. 1957
veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband in hebräischer Sprache,
sechs weitere Bände folgten. Von 1964 bis 1968 lebte er in
West-Berlin, wo er die später in Frankfurt am Main fortgeführte
"Bibliographia Judaica" begründete. 1968 kehrte er nach Jerusalem
zurück und heiratete die Miniaturmalerin und Kalligraphin Renée
Koppel.

Der vielfach - u. a. mit dem Chamisso-Preis 1988 und dem
Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse der Republik
Österreich - ausgezeichnete Schriftsteller lebt in Jerusalem und
schreibt auf Deutsch und Hebräisch. Zu seinem Werk zählen Essays,
Gedichte, Aphorismen und Briefe; sein hebräischer Name Benyo?tz
bedeutet "Sohn des Ratgebers". Die Laudatio hält Daniela Strigl, die
musikalische Umrahmung steuert Alexander Shevchenko (Klezmer Wien)
bei; der Eintritt ist frei.

Zuvor wird am Freitag, 14. Mai, ab 17 Uhr im ULNOE an Franz
Zeller, den Namensgeber des Platzes vor der Kunsthalle Krems,
erinnert: Franz Zeller wurde 1941 gemeinsam mit Ferdinand Strasser
und Johann Hoffmann von der Gestapo verhaftet, angeklagt, verurteilt
und im September 1942 hingerichtet. Das "Verbrechen" der drei Männer
bestand in ihrer marxistischen Gesinnung, ihrem Widerstand gegen den
Nationalsozialismus, der Verbreitung illegaler Flugschriften und in
ihren Aktivitäten, im Rahmen der "Roten Hilfe" Geld für Familien von
Inhaftierten zu sammeln.

Das Projekt "Nun Gute Nacht" im Rahmen des diesjährigen
Viertelfestivals bezieht seinen Namen aus der Schlusszeile des
letzten Briefes von Franz Zeller. Im Zuge der Veranstaltung wird aus
Zellers Abschiedsbriefen gelesen. Zudem referiert Robert Streibel zum
Thema "Der vergessene Widerstand in Krems"; der Eintritt ist frei.
Vom 26. Juni bis 31. August wird dann eine Lichtskulptur mit den
Worten "Nun Gute Nacht" am Franz-Zeller-Platz zu sehen sein und an
das Schicksal des Widerstandskämpfers erinnern.

Nähere Informationen und Anmeldungen beim ULNOE unter 02732/728
84, e-mail ulnoe@ulnoe.at und www.ulnoe.at bzw. bei der Theodor
Kramer Gesellschaft unter 01/720 83 84, e-mail
office@theodorkramer.at und www.theodorkramer.at.

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12175
www.noe.gv.at/nlk

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