- 12.05.2010, 10:10:40
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AKNÖ: Und jetzt Sozialmilliarde für Pflegefonds - Baustelle Soziale Dienste
Erinnerung am Tag der Krankenpflege: Regierung soll zu ihren Versprechen stehen
Wien (OTS/AKNÖ) -
"Die Beschäftigten in den Sozial-, Pflege- und Betreuungsberufen
stehen mit dem Rücken zur Wand", erinnerte AKNÖ-Vizepräsidentin Adler
anlässlich des heutigen Tages der Krankenpflege die Bundesregierung
an ihr Versprechen, einen Pflegefonds einzurichten. Die
Patientensicherheit steht auf dem Spiel, wenn die Arbeitsverdichtung
weiter im selben Ausmaß zunimmt. Jede/r fünfte Beschäftigte in
Sozialbetreuungsberufen ist bereits emotional erschöpft und kann
nicht mehr, geht aus einer jüngst veröffentlichten AKNÖ-Studie unter
40.000 Gesundheits- und Krankenpflegepersonen hervor.
Die Einrichtung eines Pflegefonds ist ein Gebot der Stunde und würde
auch eine Entlastung der Länder bringen, ist die AKNÖ-Vizepräsidentin
überzeugt: "Die Bankenmilliarden waren sehr schnell aufgestellt, der
Pflegefonds zieht sich in die Länge."
Die Niederösterreichische Arbeiterkammer hört täglich die Klagen der
BetriebsrätInnen aller privaten und öffentlichen Sozialen Dienste. So
wird befürchtet, dass nicht einmal die von den Gewerkschaften
ausgehandelten Lohnerhöhungen in vollem Umfange bezahlt werden
können, weil die Sozialen Dienste ihrerseits auf Subventionen der
Länder und Gemeinden angewiesen sind. "Durch noch flexibleren Einsatz
der mobilen Dienste sollen sich die ArbeitnehmerInnen in Wahrheit die
Lohnerhöhungen selber bezahlen", fürchtet Diplomkrankenschwester und
AKNÖ-Vizepräsidentin Adler.
Die AKNÖ fordert daher, dass der Streit um die Finanzierung der
Kranken-, Alten- und Behindertenbetreuung "nicht auf dem Rücken der
Beschäftigten ausgetragen werden darf".
Auch die wiederholt geäußerte Kritik des Rechnungshofes schlägt in
die selbe Kerbe. Es gibt einen Kuddelmuddel an auszahlenden Stellen,
an Träger- und Besteller- und Anbieterorganisationen und nicht
erklärbare Unterschiede in der Pflegegeldeinstufung.
Löschwasser für die einen - Arbeit in Sicherheit für die anderen
AKNÖ-Vizepräsidentin Adler: "Auf der Baustelle der Sozialen Dienste
brauchen wir nicht Löschwasser sondern ein solides finanzielles
Fundament. Wenn weiter nichts geschieht, wird Löschwasser nicht
reichen, dann ist die Versorgung unserer Alten, Kranken und
Pflegebedürftigen in Gefahr."
Rückfragehinweis:
AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1247
mailto:[email protected]
http://noe.arbeiterkammer.at
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