• 12.05.2010, 08:46:59
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Neue Studie: Wachstumsmotor Breitband braucht in Ost- und Südosteuropa gemeinsame Anstrengung

Wien (OTS) - Kluft beim Zugang zu Breitband-Internet wird zwischen
Ost- und Südosteuropa und Westeuropa größer - Es bedarf verstärkter
Anstrengungen, um der Region zu helfen, die digitale Kluft, wie von
der EU Agenda 2020 vorgesehen, zu schließen - Neue Studie zum Thema
von Frontier Economics präsentiert - Die Telekom Austria Group stellt
einen lösungsorientierten Maßnahmenkatalog vor

Die von Frontier Economics (UK) erstellte Studie "Auswirkungen von
Breitband in Ost- und Südosteuropa" ergab bei der Durchdringungsrate
von fixem und mobilem Breitband beachtliche Differenzen im ost- und
südosteuropäischen Raum im Vergleich zu Westeuropa. Aus der Arbeit
gehen durchschnittliches Einkommensniveau, Ausstattung mit Hardware
und Netzabdeckung als jene Parameter hervor, die die
Breitbanddurchdringung wesentlich beeinflussen. Die Studie von
Frontier Economics kommt zu dem Schluss, dass sich - selbst bei einer
konservativen Schätzung - der gesamte volkswirtschaftliche Nutzen
durch Breitband alleine in den Ländern, in denen die Telekom Austria
Group in Ost- und Südosteuropa tätig ist, in den kommenden zehn
Jahren auf 9,2 Mrd. Euro belaufen würde.

Dr. Hannes Ametsreiter, Generaldirektor der Telekom Austria Group,
kommentierte die Studie bei einer Pressekonferenz in Brüssel:
"Digitale Technologien, allen voran Breitband als die
Basisinfrastruktur, sind die zentralen Treiber, die dem europäischen
Transformationsprozess zu Grunde liegen. Deswegen unterstützt die
Telekom Austria Group die Vision für die digitale Zukunft Europas,
die in der Strategie 2020 formuliert ist und die die
Breitbandversorgung aller EU-Bürger bis 2013 als eines der Hauptziele
nennt. Ich teile diese Vision, da sie der richtige Weg ist, um die
Position Europas als global wettbewerbsfähige Innovationswirtschaft
langfristig zu stärken."

Die Expertise der Telekom Austria Group in Ost- und Südosteuropa
spiegelt sich sowohl im tiefen Verständnis für die Chancen und
Herausforderungen der Region wider, als auch in der unterschiedlichen
Marktposition, die das Unternehmen in den einzelnen Ländern einnimmt:
Im Gegensatz zur Marktführerschaft der Unternehmen der Telekom
Austria Group in Österreich und Bulgarien liegen die
Konzerngesellschaften in Slowenien, Kroatien und Weißrussland an der
zweiten Stelle und sind in den Republiken Serbien und Mazedonien als
Greenfield-Unternehmen relativ neu am Markt. Ziel der Telekom Austria
Group ist es, allen Kunden in der Region Breitbandservices
anzubieten. Aus diesem Grund hat die Telekom Austria Group bis dato
mehr als 4,15 Mrd. Euro in ihre Telekommunikationsaktivitäten in Ost-
und Südosteuropa gesteckt. Trotz der derzeit schwierigen Situation in
einigen Ländern Ost- und Südosteuropas wird der Konzern weiterhin in
Breitbandinfrastruktur in der Region investieren.

Große Unterschiede bei der Breitbanddurchdringung

Die Studie zeigt, dass die Breitbandpenetration in Slowenien,
Kroatien, in der Republik Serbien sowie in Bulgarien, also auf vier
der insgesamt acht Märkte der Telekom Austria Group, im Durchschnitt
geringer ist als in Ländern mit einem vergleichbaren Pro-Kopf-
Einkommen. Die Penetration bei Festnetz-Breitband betrug in der
Region im Schnitt 11,6 % (in Bezug auf die Bevölkerung), während sie
in Westeuropa durchschnittlich bei 27,6 % lag. Freilich verdeckt der
Durchschnittswert die großen Unterschiede, die bei der
Breitbandpenetration innerhalb Ost- und Südosteuropas vorherrschen:
So beträgt der Wert in Slowenien 23,5 %, in Bulgarien 10,0 % und in
Serbien 6,9 %.

Bei mobilem Breitband zeigt Kroatien mit 3,25 % den höchsten Wert
im Vergleich zu Slowenien mit 2,5 % und Bulgarien mit 1,0 %.
Österreich weist mit 13 % eine der höchsten Durchdringungsraten bei
mobilem Breitband in ganz Europa auf. Während die Daten nur einen
Schnappschuss für das Jahr 2009 bieten, ist der vorherrschende Trend
klar: Die Schere bei mobilem Breitband ist zwischen Westeuropa und
Ost- und Südosteuropa in den vergangenen Jahren weiter aufgegangen -
und das trotz des großen Nachfragepotenzials nach mobilem Breitband,
was mit der geringen Festnetz-Breitbandversorgung der Region
zusammenhängt.

Rechtsrahmen als Schlüssel für effizienten Breitband Roll-Out

Hannes Ametsreiter schließt aus der Studie: "Es ist wichtig, die
digitale Kluft zwischen Westeuropa und der Region Ost- und
Südosteuropa zu schließen. Dies beinhaltet eine europaweite
Allokation der Frequenzen aus der digitalen Dividende, effiziente
Bedingungen für den Netzwerkausbau, die regulatorische Freiheit für
die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur, die Schaffung eines
positiven bzw. Abschaffung eines negativen Steuerregimes sowie die
Umsetzung nachfragewirksamer Maßnahmen durch die Regierungen."

Dr. George Houpis von Frontier Economics hält fest: "Trotz der
Verkleinerung der Einkommensunterschiede zwischen Westeuropa und der
untersuchten Region hat sich die 'Breitband-Lücke' weiter vergrößert.
Das bedeutet, dass es in der Region Hindernisse für das
Breitbandwachstum gibt, die die Regierungen überdenken müssen."

Unternehmen sind mit erheblichen administrativen Hürden
konfrontiert, wenn es um den Ausbau von Breitband-Infrastruktur geht,
stellt die Studie fest. In Bulgarien und Serbien beispielsweise kann
es mehr als ein Jahr dauern, bis alle erforderlichen Genehmigungen
für den Bau einer neuen Basisstation vorhanden sind.

In einem abschließenden Kommentar zur Studie tritt Hannes
Ametsreiter entschlossen für eine Beseitigung administrativer und
regulatorischer Hürden beim Breitbandausbau ein: "Wir bleiben in der
Region stark engagiert. Dennoch würden investitionsfreundliche
Rahmenbedingungen unsere Anstrengungen, den digitalen Highway weiter
auszubauen, beträchtlich erleichtern. Ich möchte daher alle
Regierungen, Regulierungsbehörden und die gesamte Industrie dazu
auffordern, enger zusammenzuarbeiten, um die digitale Kluft möglichst
rasch zu schließen. Die Telekom Austria Group ist bereit, ihren
Beitrag dazu zu leisten."

Über die Telekom Austria Group:

Die Telekom Austria Group ist Österreichs führender
Telekommunikationsanbieter. Das Unternehmen notiert seit November
2000 an der Wiener Börse und ist in zwei Geschäftsfeldern tätig: Das
Festnetzsegment bietet Telefonie, Datenlösungen, Internet-Access,
Sicherheitslösungen und Multimedia-Dienste, das
Mobilkommunikationssegment umfasst mobile Kommunikationslösungen. Die
Telekom Austria Group hat Unternehmen in Slowenien, Kroatien, den
Republiken Serbien und Mazedonien, in Bulgarien, Weißrussland sowie
Liechtenstein. http://www.telekomaustria.com

Rückfragehinweis:
Telekom Austria Group, Mag. Elisabeth Mattes, Konzernsprecherin
Tel: +43 664 331 2730, e-mail: [email protected]

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