- 11.05.2010, 10:26:43
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BM Claudia Schmied zieht erste erfreuliche Bilanz des Freien Eintritts bis 19; 37% mehr Kinder und Jugendliche in Bundesmuseen
Wien (OTS) - Im ersten Quartal 2010 besuchten über 217.000 Kinder
und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr die Bundesmuseen
und die musealen Bereiche der Österreichischen Nationalbibliothek.
Das ist eine Steigerung um 37 Prozent gegenüber dem Vergleichzeitraum
des ersten Quartals 2009.
"Der Freie Eintritt bis 19 zeigt bereits große Erfolge. Seit der
Einführung der Aktion im Jänner 2010 besuchten fast 60.000 Kinder und
Jugendliche mehr als 2009 unsere Bundesmuseen und ÖNB bei kostenlosem
Eintritt", freut sich Bildungs- und Kulturministerin Dr. Claudia
Schmied.
Begleitend zum Freien Eintritt bis 19 intensivierten die Bundesmuseen
und die ÖNB auf Initiative des BMUKK die Vermittlungsarbeit zu
Schwerpunktthemen. Die Etablierung der Museen und der ÖNB als
Lernorte für Kinder und Jugendliche ist eines der Ziele im Rahmen
dieser bildungs- und kulturpolitischen Maßnahme.
Mit einer Steigerung von über 102 Prozent konnte die Albertina mit
der Ausstellung "Impressionismus" das erfreulichste Ergebnis erzielen
und ihre jungen Besucherinnen und Besucher mehr als verdoppeln.
Auch das Naturhistorische Museum und das Technische Museum Wien
liegen mit ihren traditionell kinderfreundlichen Angeboten mit
Steigerungsraten in der Altergruppe bis 19 Jahre von über 50 Prozent
deutlich über dem Durchschnitt.
Trotz verstärktem Engagement des MUMOK für Vermittlungsangebote in
der Nachmittagsbetreuung wurde ein Rückgang der jugendlichen Besucher
verzeichnet, da mit der Ausstellung "Gender Check" 2010 ein für
Kinder und Jugendliche weniger geeignetes Angebot im Programm war,
verglichen mit dem großen Zuspruch zur Ausstellung "Maria Lassnig -
Das neue Jahrzehnt" im Frühjahr 2009.
Die Angebote der Museen für Schulklassen reichen von Führungen über
exemplarische Workshops, von intensiver unterrichtsbegleitender
Projektarbeit bis hin zu vertiefenden Materialien, die Jugendliche
für Jugendliche gestaltet haben.
So bietet die Albertina ab Ende Juni den von einer Schulklasse in
Zusammenarbeit mit Kuratoren und Vermittlern erstellte
Multimediaguide "Albertina for you and me" für interessierte
Jugendliche an. Dieser Guide bietet eine kreative Auseinandersetzung
mit Werken der ständigen Sammlung, indem die jugendlichen Gestalter
ihre User motivieren sich selber kreativ mit den Werken
auseinanderzusetzen und das Ergebnis den Originalen
gegenüberzustellen. Der spielerische und lustvolle Umgang mit
Meisterwerken öffnet den Weg zu einem ganzheitlichen Lernen, in dem
Kunstgeschichte, Kreativität und ästhetische Bildung Hand in Hand
gehen.
Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Jugendliche sehr wohl für Kunst
zu interessieren sind, wenn die Kunstwerke in Bezug zur Lebenswelt
der jungen Menschen gesetzt werden.
So erarbeitet das Kunsthistorische Museum mit einer Wiener
Schulklasse die Ausstellung "Zeitverschwendung oder Kunst", die im
September 2010 eröffnet wird. Kleine Museumsobjekte oder von Schülern
geschaffene Kunstobjekte werden gezeigt. In diesem
Vermittlungsprojekt geht es um eine persönliche Auswahl von
Alltagsobjekten der SchülerInnen.
"Wir möchten auf Augenhöhe diskutieren und entscheiden! Die
Jugendlichen stellen ihre persönliche Auswahl vor, begründen ihre
Auswahl und diskutieren darüber in regelmäßig stattfindenden Treffen.
Im Laufe des Projektes wird den SchülerInnen genügend Wissen zur
Verfügung stehen, um professionelle Vorgehensweisen selbst zu
entwickeln und mitzutragen. Dazu gehören: Konzepterstellung,
"wissenschaftliche" Recherchen, Leihgaben, Sponsorensuche,
Ausstellungsarchitektur, Farbauswahl, Aufstellung/Hängung,
Beleuchtung, Beschriftung, PR, Vermittlung etc. etc.." so das
Vermittlungskonzept des Kunsthistorischen Museums.
"Für Kinder und Jugendliche werden die kommenden Monate des Jahres
besonders interessant. Es besteht die einzigartige Chance, in
mehreren Ausstellungen zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler
näher kennen zu lernen", gibt Kulturministerin Schmied einen Ausblick
auf das Programm der Bundesmuseen im Sommer, Herbst und Winter dieses
Jahres.
Die Albertina zeigt neben den Ausstellungen über Picasso und
Michelangelo ab Ende Oktober das Werk von Herbert Brandl. Das
Belvedere widmet sich von Juni bis September dem Schaffen des
kürzlich verstorbenen Alfred Hrdlicka und ab Oktober den Arbeiten der
letztjährigen Biennale-Kuratorin VALIE EXPORT. Im MUMOK ist im Sommer
die Ausstellung "Now I see" von Brigitte Kowanz zu sehen. Und ab
Dezember wird Eva Schlegel vor ihrer Arbeit für die Biennale eine
große Ausstellung im MAK realisieren. Daneben setzt das Technische
Museum einen Themenschwerpunkt "Musik" und eröffnet Ende September
seine nächste Großausstellung "Macht Musik".
Besucherzahlen Kinder und Jugendliche im 1. Quartal 2009 / 1. Quartal
2010 / Veränderung %:
Albertina : 9.950 / 20.122 / +102,2% Belvedere : 23.475 / 30.521 / +30,0% KHM: 40.150 / 55.463 / +38,1% MAK: 2.727 / 2.766 / +1,4% MUMOK: 8.385 / 5.397 / -35,6% NHM: 34.808 / 53.433 / +53,5% TMW: 33.077 / 49.694 / +50,2% ÖNB: 6.110 / 7.308 / +19,6% Gesamt: 158.682 / 217.396 / +37,0%
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Mag. Petra Hafner
Tel.: (++43-1) 53 120-5031
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