- 10.05.2010, 13:21:04
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Papst dürfte in Portugal zur Finanz- und zur Glaubenskrise sprechen
Es ist gut denkbar, dass Benedikt XVI. von Fatima aus einen Bekehrungsruf an den ganzen Kontinent richten will
Lissabon, 10.05.10 (KAP) Am Dienstag startet Papst Benedikt XVI.
seine Apostolische Reise nach Portugal anlässlich des 10.
Jahrestages der Seligsprechung von Jacinta und Francisco Marto, der
Hirtenkinder von Fatima. Das internationale Medieninteresse an der
Reise ist enorm, da der Papst auch die Themen der aktuellen
Verschuldungs- und Finanzkrise, der Kirchenkrise und der
Glaubenskrise ansprechen dürfte.
Nach der Ankunft am Dienstag um 11 Uhr in Lissabon und nach der
Willkommenszeremonie im Jeronimos-Kloster absolviert der Papst
zuerst einen Höflichkeitsbesuch bei Staatspräsident Anibal Cavaco
Silva im Palacio de Belem. Nach einer Pause ist anschließend ein
Gottesdienst mit mehreren Zehntausend Gläuibgen am Terreiro do Paco
geplant.
Der Mittwoch beginnt mit einem Treffen mit Vertretern der Kultur im
Belem-Kulturzentrum. Zu Mittag ist die Begegnung mit
Ministerpräsident Jose Socrates in der Nuntiatur vorgesehen. Mit
einem Hubschrauber fliegt der Papst am Nachmittag nach Fatima, wo
eine feierliche Vesper mit Priestern, Ordensleuten, Seminaristen und
Diakonen aus aller Welt in der Santissima-Trinidade-Kirche auf dem
Programm steht. Den Abschluss bildet eine Lichtersegnung im
Marienheiligtum und ein Rosenkranzgebet in der Erscheinungskapelle.
Die große Pilgermesse beginnt am Donnerstag, dem
Christi-Himmelfahrts-Festtag, um 10 Uhr. Am Abend sind ein Treffen
mit den Caritas-Mitarbeitern und mit den Bischöfen vorgesehen. Den
Freitag widmet Benedikt XVI. den Gläubigen im Norden des Landes.
Höhepunkt ist die feierliche Messe um 10.15 Uhr auf der Avenida dos
Aliados in der Hafenstadt Porto.
Salomonische Position zu Fatima
Fatima ist eine Institution in Portugal. Zu Tausenden pilgern jedes
Jahr Menschen aus allen Landesteilen zu Fuß in die Kleinstadt im
rauen Hügelland von Santarem. Sie kommen, um Gelübde zu erfüllen und
Bitten vorzubringen, sie opfern Kerzen und Gebete, verharren
nächtelang kniend am Heiligtum. Längst nicht alle sind das, was man
praktizierende Katholiken nennt, die sonntags in die Messe gehen und
sich den Kirchengeboten verpflichtet fühlen.
An wunderhaften Marienerscheinungen scheiden sich indes die Geister.
Joseph Ratzinger bezog in seinem Fatima-Kommentar eine salomonische
Position: Für ihn sind solche Visionen "keine Frage einer normalen
äußeren Sinneswahrnehmung", aber auch nicht bloß fromme Einbildung:
Die Seele der Seher, so Ratzinger, wird "von etwas Realem berührt,
auch wenn es jenseits der Sinne liegt".
Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) fam/hkl/
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