- 10.05.2010, 10:30:05
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Herzer: "Brauchen Nordautobahn und keinen Fleckerlteppich"
Transporteure gegen Baustopp bei der A5 - Leistungsfähige Verbindung bis zur Grenze erhöht Standortqualität und wirtschaftliche Dynamik
Wien (OTS/PWK375) - Ein Baustopp bei der Fortsetzung der
Nordautobahn A 5 von Schrick bis zur österreichischen Staatsgrenze
bei Drasenhofen hätte für die Region nördliches Weinviertel und
darüber hinaus für den überregionalen Güterverkehr katastrophale
Folgen. Dieser Einschätzung der Wirtschaftskammer Niederösterreich
schließt sich der Fachverband Güterbeförderung in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mit Nachdruck an.
"Es ist für die Transportwirtschaft von großer Bedeutung, die A5
nach der zu Beginn des Jahres 2010 erfolgten Fertigstellung des
Südabschnitts von Eibesbrunn bis Schrick jetzt zügig und nahtlos in
Richtung Grenze weiterzubauen. An der bis zum Jahr 2014 geplanten
Fertigstellung des 34 km langen Nordteils sollte keinesfalls
gerüttelt werden", wendet sich Fachverbandsobmann Wolfgang Herzer
gegen Überlegungen der Asfinag, diese wichtige Europa-Magistrale aus
Kostenersparnisgründen zu einem "Fleckerlteppich" zu degradieren. Die
notwendigen Mittel für den Weiterbau seien im 2009 beschlossenen
Konjunkturpaket des Bundes bereits enthalten.
Herzer verweist auf Aussagen von Verkehrsministerin Doris Bures
aus dem Vorjahr, wonach die durchgehende A5 als leistungsfähige
Straßenverbindung neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung auch zur
Entlastung der Bevölkerung und zur Verkehrssicherheit gebraucht
werde. Investitionen in Straße und Schiene seien immer auch
Investitionen in die Zukunft.
Die A5 Nordautobahn wird als Hauptverkehrsträger die beiden
vitalen Wirtschaftsräume Wien und Brünn vernetzen und damit
Standortqualität und wirtschaftliche Dynamik erhöhen. Als
überregionale Verbindung bedeutet die durchgehend zweispurig (plus
Abstellstreifen) geplante Autobahn dank der vorgesehenen vier
Anschlussstellen eine leistungsfähige und sichere Verbindung für den
aufstrebenden Wirtschafts- und Kulturraum Weinviertel, betont
Fachverbandsobmann Herzer.
In einer Presseaussendung hatte der Obmann der Bezirksstelle
Mistelbach der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Rudolf Demschner,
am Wochenende einen möglichen Baustopp als "Katastrophe für die
regionale Wirtschaft" bezeichnet. Es gehe nicht nur darum, den
Verkehr aus den transitgeplagten Ortschaften herauszubringen, sondern
insbesondere auch darum, den Raum nördlich von Mistelbach attraktiv
für Betriebsansiedlungen und touristisch schnell erreichbar zu
machen.
Aus verkehrspolitischer Sicht ist die A5, so Herzer abschließend,
nicht zuletzt ein wichtiger Teil des PPP-Projekts "Ostregion
Ypsilon", das auch Strecken der S2 und der S1 umfasst. Es ist Teil
des Regionenrings, der nach dem für 2018 vorgesehenen Endausbau die
gesamte Ostregion vernetzen und optimal an die Nachbarländer
Österreichs anbinden wird. Zudem wird der Regionenring dem
Stadtgebiet von Wien eine Verkehrsentlastung bringen. (SR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband Güterbeförderungsgewerbe
Mag. Rudolf Christian Bauer
Tel.: Tel.: (++43) 9616363-57
mailto:[email protected]
www.dietransporteure.at
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