- 10.05.2010, 10:26:21
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Studie der FH St. Pölten: Präventionsmaßnahmen gegen jugendlichen Alkoholkonsum dringend notwendig
St. Pölten (OTS) - Eine Untersuchung des Bachelor-Studiengangs
Soziale Arbeit zum Thema "Jugendliche Alkoholszenen" lässt
aufhorchen: Immer wieder wurde in Lokalen der Jugendschutz missachtet
und Jugendliche unter 16 Jahren konnten Alkohol trinken. Im
öffentlichen Raum, zum Beispiel Parks, war es den Jugendlichen gut
möglich, unbeachtet und ungeschützt von der Gesellschaft Alkohol zu
konsumieren.
"Die Studie unserer StudentInnen zeigt, dass kein einheitlicher
Anstieg jugendlichen Alkoholkonsums vorliegt aber die Tendenz zum
extremen Rauschtrinken in manchen Szenen zu neuen Risiken führt, die
derzeit noch nicht durch Prävention abgedeckt sind", erklärte
FH-Prof. DSA Kurt Fellöcker, MA, MSc bei der Fachtagung Jugendliche
Alkoholszenen in der Fachhochschule St. Pölten. Untersucht wurde das
Trinkverhalten von Jugendlichen in der Stadt St. Pölten, im Bezirk
Lilienfeld und im Waldviertel. Die Beobachtungen wurden von
studentischen MitarbeiterInnen "verdeckt" durchgeführt. Die
BeobachterInnen gaben sich nicht als solche zu erkennen und waren
prinzipiell als nicht teilnehmend konzipiert. Die StudentInnen
konnten dennoch nicht vermeiden, immer wieder einmal in das "zu
beobachtende soziale Feld" hineingezogen zu werden.
Die Beobachtungen der StudentInnen der Fachhochschule St. Pölten
zeigten, dass es Jugendlichen im öffentlichen Raum (Grünflächen,
Parkplätze etc.) sehr gut möglich war, unbeobachtet von der
Gesellschaft Alkohol zu trinken und auch auffälliges Verhalten wie
"Torkeln" und immer lauter werdende Gespräche zu zeigen, ohne
Konsequenzen oder Reaktionen der Öffentlichkeit befürchten zu müssen.
In einigen Lokalen bekamen Jugendliche unter 16 Jahren ohne Probleme
Alkohol ausgeschenkt, teilweise von begleitenden Erwachsenen
geduldet.
Aus diesen Beobachtungen wurden nachhaltige Strategien der
Zusammenarbeit von SozialarbeiterInnen, PolizeibeamtInnen,
GastronomInnen und Securitybediensteten abgeleitet, um Alkoholkonsum
unter Jugendlichen zu reduzieren und den öffentlichen und
halböffentlichen Raum gesundheitsfördernder zu gestalten.
Rückfragehinweis:
Rückfragen:
FH-Prof. DSA Kurt Fellöcker, MA, MSc
T: +43/2742/ 650 3210033
E: [email protected]
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