• 10.05.2010, 10:00:31
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ASFINAG: Jahresabschluss 2009 mit 290 Mio. Euro trotz drastischem LKW-Fahrleistungsrückgang positiv

Angemessene und verantwortungsvolle Reaktion auf die Wirtschaftskrise

Wien (OTS) - DIE FINANZIELLEN KENNZAHLEN FÜR DAS JAHR 2009

"Die ASFINAG hat das Jahr 2009 mit einem Gewinn von 290 Millionen
Euro abgeschlossen,dies ist in Anbetracht des Einbruches der
LKW-Fahrleistung ein sehr respektables Ergebnis. Auch für das Jahr
2010 erwarten wir trotz der Annahme einer stagnierenden
Verkehrsentwicklung ein positives Ergebnis", erklärte
Vorstandsdirektor Dr. Klaus Schierhackl in seinem Eingangsstatement
zur Präsentation des Jahresabschlusses 2009.

Erlöse
Die Mauterlöse sanken um rd. 9% gegenüber 2008. Die Ursache dafür war
der starke Rückgang der LKW-Fahrleistungen im Zuge der
Wirtschaftskrise. Im Jahresdurchschnitt sank die LKW-Fahrleistung um
12,8%. Leichte Steigerungen bei der PKW-Maut (Sondermautstrecken und
Vignette), auch bedingt durch die preisliche Valorisierung, konnten
den Effekt lediglich leicht abschwächen. Gegenüber 2008 reduzierten
sich die Mauteinnahmen der ASFINAG somit um rd. 130 Mio. Es wurden
2009 aus der PKW-Vignette EUR 338 Mio. erlöst, aus Sondermauten EUR
122 Mio. und aus der LKW-Maut EUR 926 Mio. (2008: EUR 1.062 Mio.).
Das Autobahnen- und Schnellstraßennetz finanziert sich ausschließlich
über seine Kunden und den Kapitalmarkt und bezieht keine Erlöse aus
Zuschüssen.

Betriebliche Aufwendungen
Die betrieblichen Aufwendungen - bereinigt um den ergebnisneutralen
Neubau - stiegen mit EUR 751 Mio. gegenüber 2008. Der Vergleichswert
2008 betrug EUR 714 Mio. Hauptursache dafür war eine Intensivierung
im Bereich der baulichen Erhaltung im Jahr 2009. Dafür wurden EUR 346
Mio. aufgewendet, um EUR 30 Mio. mehr als im Jahr 2008.

Neubau
In den Neubau wurden 2009 EUR 595 Mio. investiert. Darin enthalten
ist die Aktivierung der Summe von rd. EUR 186 Mio. für das
PPP-Projekt. Der von ASFINAG direkt für den Neubau verwendete Betrag
belief sich auf EUR 409 Mio., das waren EUR 32 Mio. weniger als im
Jahr 2008.

Finanzergebnis
Das negative Finanzergebnis (primär Zinsen) sank auf EUR -393 Mio.
(2008: EUR -490 Mio.). Hier war die Hauptursache, dass der negative
Bewertungseffekt der Finanzverbindlichkeiten nach den Regeln des IFRS
im Vorjahr von EUR 50 Mio. im Jahr 2009 nicht schlagend wurde. Ganz
im Gegenteil konnte 2009 ein positiver Bewertungseffekt von rd. EUR
30 Mio. verzeichnet werden. Diese Effekte waren allerdings nicht
zahlungswirksam und rein stichtagsbezogen. Die günstige Zinssituation
und eine nur geringe Neuaufnahme von Finanzverbindlichkeiten trugen
ebenfalls zum besseren Finanzergebnis bei.
Die Nettoneuverschuldung betrug im Jahr 2009 EUR 399 Mio. Hier ist
auch der Wert des ersten Teilstückes der PPP-Strecke (rd. EUR 186
Mio.) enthalten, da dieser Wert mit Verkehrsfreigabe zu einer
Verbindlichkeit gegenüber dem Konzessionär wurde. Die im Hinblick auf
den Einnahmenrückgang angemessene Reduktion der Neubauausgaben konnte
die Neuverschuldung im geplanten Rahmen halten. Die
Gesamtverschuldung der ASFINAG belief sich mit Ende 2009 bei rd. EUR
11,3 Mrd.

Steuer
An Körperschaftssteuer wurde ein Betrag von rd. EUR 100 Mio.
abgeführt.

VERKEHRSENTWICKLUNG UND AUSWIRKUNGEN AM NETZ

Entwicklung der Fahrleistung im Jahr 2009
Die von ASFINAG am Anfang des Jahres 2009 mit Bedacht erstellte
Prognose zur Entwicklung der Fahrleistung hat die reale Situation
sehr gut widergespiegelt.
Letztendlich hat sich der Rückgang der Fahrleistung der Fahrzeuge
über 3,5t hzG knapp unter dem vorausgesagten Niveau bei minus 12,8%
eingependelt. Die einzelnen Korridorwerte sind in der
Pressekonferenzunterlage über www.asfinag.at/presse abrufbar.

Positiver Beginn im Jahr 2010
Die ersten vier Monate des heurigen Jahres stellen in der Entwicklung
der Fahrleistung einen positiven Konnex zu den allgemeinen Prognosen
der Wirtschaftsentwicklung her.
Der Anstieg beläuft sich auf 5,1%. Weitere Daten sind in der
Pressekonferenzunterlage auf www.asfinag.at/presse abrufbar.

Wie viele LKWs und Busse bewegen sich am hochrangigen Straßennetz
Österreichische Kfz über 3,5t hzG haben mit 49% den weitaus größten
Anteil an der Verkehrsleistung auf den Autobahnen- und
Schnellstraßen, am zweiten Platz folgen unsere Nachbarn Ungarn mit
8,6% und an dritter Stelle Deutschland. Vierter ist Tschechien mit
5,6%.
Im Monat Februar befuhren das Netz 219.887 unterschiedliche
Fahrzeuge.
An einem einzigen Tag, wie zum Beispiel am 10. Februar, waren über
65.000 Fahrzeuge auf unseren Autobahnen und Schnellstraßen unterwegs.

Umsatzentwicklung Raststationen 2008- 2009/2010
"Ein interessanter Bereich ist die Umsatzentwicklung auf
Raststationen und Tankstellen, daran kann man die Korrelation zum
Rückgang der Fahrleistung sehr gut nachvollziehen. Alle Umsätze sind,
auf 100 km Fahrleistung gerechnet, von 2008 auf 2009 gesunken. Jeder
Autolenker hat 2008 noch EUR 3,7 zum Gesamtumsatz beigetragen, 2009
waren es nur mehr EUR 2,8" stellte Klaus Schierhackl fest.
Auch der Dieselabsatz sank von 2008 mit 3,7 Liter auf 2,8 Liter im
Jahr 2009, nur der Vertrieb von Vergasertreibstoffen blieb stabil bei
0,6 Litern, ebenfalls gerechnet auf 100 km Fahrleistung. Der
Literverbrauch der Fahrzeuge, gerechnet auf den Verkauf der
Treibstoffmengen auf Raststationen sank von 30% im Jahr 2008 auf 27%
im Jahr 2009.
Derzeit werden am hochrangigen Straßennetz 90 Raststationen, auf
denen auch Tankstellen platziert sind, betrieben.

VERKEHRSSICHERHEIT

"Alle Maßnahmen zur Verbesserungen des Netzes dienen der
Verkehrssicherheit. Ob es nun gezielte Maßnahmen aus dem
Verkehrssicherheitsprogramm 2020 sind, die wir umsetzen, oder
Maßnahmen im Baustellenmanagement. Auch im Jahr 2010 können wir trotz
notwendiger Sanierungsmaßnahmen die durchgehende Verfügbarkeit des
Netzes auf hohem Niveau gewährleisten. Derzeit können unsere Kunden
über 93% der Autobahnen und Schnellstraßen uneingeschränkt nutzen"
erläuterte Vorstandsdirektor DI Alois Schedl.

Maßnahmen 2010 zum ASFINAG Verkehrssicherheitsprogramm 2020
Das ASFINAG Verkehrssicherheitsprogramm 2020 hat zum Ziel, sowohl die
Unfallraten als auch die Zahl der Toten weiter zu senken. Mussten
2001 noch 179 Tote registriert werden, so konnte die Zahl im Jahr
2009 mit 75 Toten deutlich gesenkt werden.
Für 2020 lautet das Ziel eine weitere Reduktion der Anzahl der Toten
um 50%.

Heuer werden dazu folgende Maßnahmen umgesetzt:
Um Gegenverkehrsbereiche weiter zu reduzieren, wird der Ausbau
zweiter Tunnelröhren fortgesetzt. Bei bestehenden Anlagen erfolgen
Verbesserungen der Belüftungsanlagen, der Beleuchtung und der Einbau
von Fluchtwegen.
Der Sicherheitsausbau von Straßenabschnitten wird fortgesetzt, es
werden Fahrstreifen verbreitert und Leiteinrichtungen verbessert.
Rand- und Mittelabsicherungen werden ausgebaut, um Unfallfolgen zu
vermindern.
Neue Rastplätze bieten sichere Aufenthalts- und
Erholungsmöglichkeiten für LKW- und PKW- Lenker.
Verkehrskontrollplätze ermöglichen mehr Überprüfungen von Fahrzeugen
auf Verkehrs-tauglichkeit.
Fahrbahnsanierungen erhöhen die Griffigkeit der Fahrbahnbeläge und
beseitigen Spurrinnen.

Baustellenmanagement
Das Baustellenmanagement hat zum Ziel die Substanz der Straßen zu
erhalten, die Abwicklung von Baustellen jedoch koordiniert zu
gestalten. Dazu wird vor Einrichtung einer Baustelle die
Verfügbarkeit der Strecke durch Staurisikoanalysen überprüft.
Kundenkriterien definieren maximale Längen und Anzahl von Baustellen,
sowie den maximal möglichen Zeitverlust für Fahrzeuglenker. Die
Kunden werden über Medien, speziell über den Verkehrsfunk, aber auch
im Internet (asfinag.at) über Baustellen informiert. Auch direkt im
Baustellenbereich sind Informationen für Fahrzeuglenker platziert.
Baustelleninspektionen garantieren die regelmäßige Prüfung auf
Verkehrssicherheit, der Baustellenaward ist ein
Qualitätssicherungsinstrument, das die Sicht der Kunden auf die
technische Ausführung und die subjektiv empfundene Verkehrssicherheit
von Baustellen mit einbezieht.

Baustellenmanagement 2010
Heuer gibt es ca. 180 Baustellen, 38 Bauprojekte sind mit
wesentlichen Einschränkungen verbunden.
In der Sommerferienzeit steigt die Verfügbarkeit des Netzes noch
weiter von derzeit 93% auf über 95%. Im Herbst sind 96% des Netzes
frei befahrbar.

Vignettentarife 2010 für Kfz unter 3,5t hzG
2010 wird die Vignette aufgrund der gesetzlichen Vorgaben um 0,4%
valorisiert. Der Tarif für die Jahresvignette wird auf EUR 76,50
angehoben, die 2-Monatsvignette auf EUR 23. Die Kosten für die
10-Tagesvignette bleiben gleich.

Ausblick
"Im Jahr 2010 wird der Jahresüberschuss bei rd. EUR 203 Mio. liegen.
Die Nettoneuverschuldung wird rd. EUR 970 Mio. betragen, die jedoch
nahezu zu zwei Dritteln aus dem PPP-Projekt resultiert. Der
Schuldenstand wird mit Ende 2010 EUR 12,3 Mrd. ergeben" so Klaus
Schierhackl und Alois Schedl abschließend.

Rückfragehinweis:

ASFINAG
   Klaudia Niedermühlbichler
   Leiterin Unternehmenskommunikation,Pressesprecherin Vorstand
   Tel.: Tel:+43 (0) 50108-10835, Mobil:+43 664 60108 10835
   mailto:[email protected]
   Fax: +43 (0) 50108-10832

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ASF

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