- 05.05.2010, 11:15:43
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Familienverband: "Gilt in Wien: Besser abtreiben als helfen?"
Wien, 05.05.10 (KAP) Der Wiener Katholische Familienverband (KFVW)
fordert von der Gemeinde Wien Maßnahmen zur finanziellen
Unterstützung von schwangeren Frauen in Notsituationen. Im Gegensatz
zu anderen Bundesländern gebe es in der Bundeshauptstadt keine
derartigen öffentlich finanzierten Hilfen, kritisierte die Wiener
Familienverbandsvorsitzende Mechtild Lang in einer Presseaussendung
am Mittwoch. "Gilt in Wien: Besser abtreiben als helfen?", fragte
Lang. Sie forderte ein Umdenken in Sachen Lebensschutz und die
Schaffung eines städtischen Wiener Hilfsfonds für Schwangere in Not.
Die Gemeinde Wien leugne Probleme bei der Beratung schwangerer
Frauen, so Lang. Scharfe Kritik übte sie daran, dass die
Schwangerenberatungsstellen der "Aktion Leben" und kirchliche
Beratungsstellen für Frauen in Notlagen diskriminiert und in
offiziellen Ratgeberbroschüren der Stadt Wien "absichtlich
verschwiegen" würden. In dem zu Jahresbeginn erschienenen Handbuch
"Wien für Wienerinnen, Infos und Tipps von A-Z" wurden die "Aktion
Leben"-Einrichtungen, aber auch die Beratungsstelle "Genea" der
Caritas sowie die Beratungsstellen der St.-Elisabeth-Stiftung der
Erzdiözese Wien (Verein "Rat und Hilfe" bzw. der seit 1973
bestehende "Diözesaner Hilfsfonds für Schwangere in Notsituationen")
nicht aufgenommen.
Geschehen sei dies auf Weisung von Frauenstadträtin Sandra
Frauenberger, so der Vorwurf des Katholischen Familienverbands: "Es
darf nicht sein, dass Frauenberger schwangere Mütter und
insbesondere Schwangere in Notsituationen benachteiligt und
kirchliche Beratungsstellen desavouiert."
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