• 04.05.2010, 16:14:57
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  • OTS0307 OTW0307

Bischof Kapellari kündigt diözesanweiten Gesprächsprozess an

Breit angelegte Suche nach "kreativen Ideen für eine lebensnahe Kirche für die Menschen von heute"

Graz, 04.05.10 (KAP) Der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari hat
am Dienstag einen diözesanweiten, "offenen" Gesprächsprozess für die
Diözese Graz-Seckau angekündigt. Ziel sei, "gemeinsam kreative Ideen
für eine lebensnahe Kirche für die Menschen von heute in den Blick
zu bekommen", hieß es in einer Presseaussendung der Diözese.

Die aktuelle Krise nach zahlreichen bekanntgewordenen
Missbrauchsfällen werfe einen Schatten auf "die vielen Beispiele für
eine Kirche, die Glaube und Leben verbindet". Trotz vieler
struktureller und inhaltlicher Reformen im Zuge des diözesanen
"Prozess 2010" zur langfristigen Organisationsentwicklung der
katholischen Kirche in der Steiermark gebe es "offene Fragen,
Verunsicherung und Gesprächsbedarf", heißt es in der Erklärung.

In dieser Situation sollen alle ehren- und hauptamtlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Ideen einbringen. Auch darüber
hinaus seien "alle Menschen eingeladen, mitzuteilen, was sie sich
von der Kirche konkret für ihr Leben erwarten", ermuntert die
Diözese Graz-Seckau zu reger Teilnahme. Die Vorschläge sollen "in
einen konstruktiven Dialog eingebunden", sodann "konkrete
realisierbare Maßnahmen" umgesetzt werden.

Bischof Kapellari hat eine Gruppe um den Generalsekretär der
steirischen Katholischen Aktion, Erich Hohl, damit beauftragt, die
Inhalte zu bündeln und ein Konzept für deren methodische Bearbeitung
zu entwerfen. Im Juni wird die Gruppe in den diözesanen Gremien
erste konkrete Themen, Projekte und Maßnahmen für die Weiterarbeit
präsentieren.

(ende) gut/

nnnn

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