Utl.: Soziale Aspekte stärken - Frauenbeschäftigung im Tourismus
bei 60 Prozent =
Brüssel, 4. Mai 2010 (ÖVP-PD) "Mit dem Reformvertrag von
Lissabon ist der Tourismus auch eine europäische Angelegenheit
geworden. Fragen wie nachhaltiger Tourismus und soziale Aspekte im
Tourismusgewerbe werden jetzt endlich auch auf europäischer Ebene
diskutiert. Es besteht die dringende Notwendigkeit in vielen
Bereichen der Tourismusbranche enger zusammenzuarbeiten. Wir
brauchen die Schaffung eines günstigen Unternehmensumfeldes für
alle Beteiligten sowie den Austausch von Best-Practice-Modellen",
begrüßt die steirische ÖVP-Europaabgeordnete Dr. Hella Ranner das
Engagement von EU-Kommissar Antonio Tajani, der heute den
Europaabgeordneten seine Schwerpunkte einer Europäischen
Tourismuswirtschaft präsentierte. "Der Tourismus hat vor allem in
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der Steiermark einen sehr hohen Stellenwert, nicht zuletzt weil wir
ein Vorzeigetourismusland der ersten Stunde sind." ****
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Ein besonderes Augenmerk werde auf eine gesamteuropäische
Abstimmung der Tourismuswirtschaft verbunden mit einer
einheitlichen europaweiten Ferienregelung gelegt: "Hier gilt es
zwei Fliegen auf einen Streich zu schlagen. Mit einer optimalen EU-
weiten Regelung lassen sich die wiederholenden Verkehrsprobleme
gleich zu Beginn der Ferien verhindern - und mit einer besseren
Tourismusstreuung verbinden, die somit in allen Regionen eine
ausgewogene Auslastung bringen könnten. Mit einer derartigen
Neukoordinierung könnte der Start in den Urlaub erst richtig Spaß
machen und würde nicht mehr durch eine kilometerlange Stauschlange
Richtung Süden blockiert werden", so die ÖVP-Tourismussprecherin.
Ranner begrüßt die positive Antwort des Kommissars auf ihre Frage
in dieser Angelegenheit. "Tajani sieht ebenfalls die Notwendigkeit
einer solchen Regelung. Jetzt müssen rasch Taten folgen."
Auch im Bereich Konsumentenschutz gibt es dringend
Verbesserungsbedarf: "Immer mehr Urlauber buchen ihre Reise im
Internet. Neben Flug und Hotel werden oft auch Tagesausflüge und
Kurztrips von Zuhause aus gebucht. Diese Konsumenten sind
allerdings nicht durch die Pauschalreise-Richtlinie geschützt,
obwohl das Angebot jenem der Reiseveranstalter gleichkommt",
informiert Ranner. "Hier müssen die Europäischen Regelungen
unbedingt angepasst werden." Ein Vorschlag der Kommission werde
daher auf Druck des Europäischen Parlaments noch in diesem Jahr
erwartet.
Rund 60 Prozent der im Tourismus Beschäftigten seien noch immer
Frauen. "Daher müssen wir vor allem auch die speziellen
Anforderungen in der Tourismusbranche berücksichtigen. Flexible
Arbeitszeiten, Mobilität und Flexibilität lassen vor allem Frauen
oft vor schwierigen Herausforderungen im Hinblick auf Vereinbarkeit
von Familie und Beruf stehen. Hier muss die Union zeigen, dass sie
sich den Problemen im Tourismus annimmt und neue Akzente in
Richtung Verbesserung der sozialen Aspekte im Tourismus setzt", so
Ranner abschließend.
Rückfragen:
Dr. Hella Ranner MEP, tel.: +33-3-8817-5898
(hella.ranner@europarl.europa.eu)
oder
Mag. Andrea Strasser, EVP Pressedienst, Tel.: +32-473-311175
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041306 Mai 10
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