• 04.05.2010, 11:55:59
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"Aktion Leben": Mütter am Arbeitsmarkt nicht länger benachteiligen

Wien, 04.05.10 (KAP) "Mutter werden darf nicht bedeuten, dass die
Existenz gefährdet oder die beruflichen Chancen drastisch reduziert
werden": Das hat die Generalsekretärin der "Aktion Leben
Österreich", Martina Kronthaler, betont. Sie forderte in einer
Presseaussendung am Dienstag dringend Verbesserungen für Mütter am
Arbeitsmarkt. Vor allem jene Mütter, die ganz dringend Arbeit
brauchen, würden in einen "Teufelskreis zwischen Kinderbetreuung und
Arbeitsplatz" geraten, so Kronthaler.

Wenn eine Mutter beim AMS Arbeit sucht, müsse sie einen
Kinderbetreuungsplatz im Ausmaß von mindestens 16 Wochenstunden
nachweisen. Kann sie das nicht, gelte sie nicht als "arbeitsfähig"
und habe damit auch keinen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung,
kritisierte Kronthaler: "Umgekehrt wird sie bei Kindergärten auf den
Wartelisten häufig nach hinten gereiht, weil die Kinderbetreuung bei
einer nicht arbeitstätigen Mutter nicht dringend ist."

Die "Aktion Leben"-Generalsekretärin wies auch darauf hin, dass
junge Mütter, die ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen haben,
dies nur unter großen Schwierigkeiten nachholen könnten: "Um eine
höhere Schule mit einem Baby im Arm zu bewältigen, braucht die junge
Mutter enorm viel Unterstützung und viel Kraft." Noch schwieriger
sei es für Lehrlinge. Ihr Lehrvertrag werde zwar automatisch
unterbrochen; die Mädchen müssten im Anschluss an die Karenz aber
sofort Vollzeit arbeiten. Von der Möglichkeit der Elternteilzeit
seien sie ausgeschlossen.

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