- 01.05.2010, 11:30:16
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1. Mai: Papst für stärkere Regulierung der Weltwirtschaft
"Markt kann sich nicht allein regulieren"
Vatikanstadt, 01.05.10 (KAP) Vor dem Hintergrund der
Wirtschaftskrise und der Verteilungsdiskussionen rund um den 1. Mai
hat sich der Papst für eine stärkere Regulierung der Weltwirtschaft
ausgesprochen. An die Stelle einer Wirtschaftstheorie im Sinne einer
Spirale von Produktion, Konsum und Weckung von Bedürfnissen müsse
eine Sicht treten, die ökonomisches Handeln als praktische Ausübung
der Verantwortung auffasst, "die Würde des Menschen zu fördern".
Im Auge behalten werden müssten "die Suche nach dem Gemeinwohl, die
integrale Entwicklung - politisch, kulturell und spirituell - des
Individuums, der Familie und der Gesellschaft", so Benedikt XVI. Er
äußerte sich im Vatikan vor den Mitgliedern der Päpstlichen Akademie
für Sozialwissenschaften, die bis Dienstag, 4. Mai, eine Konferenz
zum Thema "Die Krise in der Weltwirtschaft - Neuplanung der Reise"
abhält.
In seiner Rede forderte der Papst die Wissenschaftler auf, nach
objektiven Bewertungskriterien für wirtschaftliche Strukturen,
Institutionen und Entscheidungen zu suchen. Die Finanzkrise habe die
Brüchigkeit des gegenwärtigen ökonomischen Systems gezeigt. Dadurch
sei die These widerlegt worden, dass der Markt sich allein
regulieren könne. Die Beziehung zwischen Menschen dürfe nicht nur
auf Eigeninteresse und Profitsuche reduziert werden.
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