- 30.04.2010, 12:13:47
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Happy Birthday?
2. Geburtstag der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: 'Licht für die Welt' zieht Bilanz
Wien (OTS) - Am 3. Mai 2008 ist die UN-Konvention über die Rechte
von Menschen mit Behinderungen in Kraft getreten. Seither haben 85
Staaten dieses Übereinkommen ratifiziert. Damit verpflichten sie
sich, die Rechte von Menschen mit Behinderungen sicherzustellen und
sie in alle Entscheidungen mit einzubeziehen, die sie betreffen.
Diese UN-Konvention ist das erste Menschenrechtsabkommen, das auch -
uneingeschränkt - die Umsetzung in der Entwicklungszusammenarbeit
fordert.
Rupert Roniger, Geschäftsführer von 'Licht für die Welt', erklärt:
"Österreich hat am 26. September 2008 diese UN-Konvention
ratifiziert. Zum 2. Geburtstag der Konvention ist die österreichische
Entwicklungszusammenarbeit allerdings noch weit davon entfernt,
Menschen mit Behinderungen durchgängig einzubeziehen. Und das ist
nicht nur eine Frage des dramatisch niedrigen Budgets für
Entwicklungszusammenarbeit."
Lücken in der Umsetzung der Konvention gibt es allerdings nicht
nur in der österreichischen, sondern auch in der internationalen
Entwicklungszusammenarbeit. Im September werden Staats- und
Regierungschefs aus aller Welt in New York zusammentreffen, um den
Fortschritt der Millenniumsentwicklungsziele zu diskutieren und die
Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Bis ins Jahr 2015 soll
die weltweite Armut halbiert werden und alle Kinder sollen Zugang zu
Grundschulbildung haben. Auch Bundeskanzler Werner Faymann wird am
Gipfel in New York teilnehmen.
Rupert Roniger: "Wir fordern Bundeskanzler Werner Faymann auf, in
News York darauf hinzuweisen, dass die Millenniumsentwicklungsziele
nur dann erreicht werden können, wenn auch Menschen mit Behinderungen
einbezogen werden!"
Die österreichische Hilfsorganisation 'Licht für die Welt' setzt
sich auf Ebene der Vereinten Nationen, der EU, Österreichs und in
Partnerländern wie Burkina Faso, Äthiopien und Tansania für die
Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit
Behinderungen ein und bietet Beratung und Trainings für die
Gestaltung inklusiver Entwicklung an. Denn derzeit hindern allzu oft
Barrieren behinderte Menschen an der Teilhabe an
Entwicklungsprojekten.
'Licht für die Welt' unterstützt in 128 Hilfsprojekten Menschen
mit Behinderungen. 16.500 behinderte Kinder werden im Rahmen von
Gemeindenahen Rehabilitationsprogrammen therapeutisch gefördert. Wo
immer möglich erhalten sie die Chance, in die Schule zu gehen und
somit ein möglichst selbst bestimmtes Leben zu führen.
Hintergrund:
- Weltweit leben 650 Millionen Menschen mit Behinderungen, davon mehr
als 80 % in Entwicklungsländern.
- Jeder fünfte in absoluter Armut lebende Mensch ist behindert.
- Ein Drittel der weltweit 72 Millionen Kinder ohne Grundschulzugang
ist behindert.
- Die UN-Konvention wurde von allen EU-Mitgliedsstaaten
unterzeichnet. Die Ratifizierung steht in rund der Hälfte der
EU-Länder noch aus. Die EU-Kommission hat Ende 2009 die Ratifizierung
beschlossen.
Der vollständige Text der Konvention als Broschüre (inklusive
Kurzerklärung in Braille) kann kostenlos bei 'Licht für die Welt'
bestellt werden.
Für Interviews zu diesem Thema stehen gerne zur Verfügung:
Johannes Trimmel
Leiter des Ressorts für Internationale Programme und Anwaltschaft bei
LICHT FÜR DIE WELT
Tel.: 0699/ 103 93 092
E-Mail: [email protected]
Celia Cranfield
Liaison Officer von LICHT FÜR DIE WELT in Brüssel
Tel.: +32/ 2 275 0085
E-Mail: [email protected]
Marianne Schulze
Menschenrechtsexpertin
Tel.: 0699/ 118 77 368
E-Mail: [email protected]
Rückfragehinweis:
Licht für die Welt
Mag. (FH) Andrea Zefferer
Tel.: +43/1/810 13 00 - 34 oder +43/676/453 0503
mailto:[email protected]
www.licht-fuer-die-welt.at
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