- 29.04.2010, 12:24:54
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FVMI: Österreichs Spritpreise im Vergleich immer noch niedrig
Wien (OTS) - Die Treibstoffpreise in Österreich bewegen sich
entsprechend der internationalen Entwicklungen - wie auch in allen
anderen europäischen Ländern - seit einigen Monaten kontinuierlich
nach oben. Im direkten Preisvergleich beispielsweise mit Deutschland
oder Italien sind die Spritpreise hierzulande aber nach wie vor
günstig. Das bestätigt auch Woche für Woche das
Wirtschaftsministerium (BMWFJ), das zuletzt vergangenen Freitag
wieder festgestellt hat, dass die Treibstoffpreise in Österreich
unter dem EU-Durchschnitt liegen.
Internationale Preisentwicklungen
"Vergessen sollte man nicht, dass Österreich in Sachen
Mineralölverbrauch bei einem Weltmarktanteil von 0,3 Prozent und in
der Europäischen Union bei etwa 1,7 Prozent liegt. Auch wenn es die
Autofahrerclubs nicht immer wahrhaben wollen, so ist es den
heimischen Tankstellenunternehmen in der Realität nicht möglich, das
Marktgefüge europaweit beeinflussen zu können oder sich von den
internationalen Entwicklungen abzukoppeln", sagt Dr. Christoph Capek,
Geschäftsführer des Fachverbandes der Mineralölindustrie.
Mitverantwortlich für die Preisentwicklung am österreichischen
Treibstoffmarkt sind die Beschaffungspreise für Benzin und Diesel in
Euro, die auf den internationalen Produktenmärkten seit Mitte Februar
kontinuierlich ansteigen. Die Preisentwicklungen für Treibstoffe an
heimischen Tankstellen dürfen aber nicht mit dem Preisverlauf auf den
Rohölmärkten in einen Topf geworfen werden. Der Preis für Benzin und
Diesel steht für ein veredeltes Mineralölprodukt. Er hängt von
unterschiedlichsten internationalen Kosten-, Währungs- und
Marktfaktoren ab und ist nationalen Verbrauchs- und Umsatzsteuern
unterworfen. Er kann sich schon rein mathematisch nicht im gleichen
prozentuellen Ausmaß verändern wie der Rohölpreis.
Höhere Ansprüche an Autobahntankstellen
Autobahntankstellen sind aus verschiedenen Gründen in der
Kostenstruktur nicht mit herkömmlichen Tankstellen vergleichbar. Vor
allem bieten die etwa 75 Autobahntankstellen (von insgesamt 2.716
öffentlich zugänglichen Tankstellen in Österreich) ein besonderes
Service für den Durchreiseverkehr.
Tankstellen entlang von Autobahnen kosten in der Errichtung
deutlich mehr als sonstige Tankstellen, haben 24 Stunden geöffnet
und benötigen daher viel mehr Personal als herkömmliche Tankstellen.
Darüber hinaus verfügen Autobahntankstellen über sortimentsreiche
Shops, haben einen deutlich höheren Betriebsaufwand als übliche
Tankstellen und müssen umfassende infrastrukturelle Auflagen, wie
große Abstellflächen für PKW und LKW, erfüllen. Zusätzlich müssen die
Mineralölunternehmen eine hohe Pacht an den Staat (ASFINAG)
entrichten.
Über den FVMI
Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite
Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als
gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und
Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die
Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren
(midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien
verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).
Rückfragehinweis:
Pressestelle Fachverband der Mineralölindustrie ikp Wien PR und Lobbying GmbH Franz Ramerstorfer Liechtensteinstraße 12/10, 1090 Wien Tel.: +43 1 5247790-27 Email: [email protected]
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