- 27.04.2010, 15:35:02
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Leitl fordert mehr Schwung für Bürokratieabbau und Vollendung des EU-Binnenmarktes
Leitlinien der EU-Kommission für die "Europa 2020"-Strategie greifen zahlreiche Forderungen der Wirtschaftskammer auf
Wien (OTS/PWK339) - "Eine engere wirtschaftspolitische
Koordinierung ist unerlässlich, damit Europa seine ambitionierten
Ziele für Wachstum und Beschäftigung bis 2020 erreichen kann", betont
Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ),
anlässlich der heute von der EU-Kommission vorgelegten Leitlinien für
die "Europa 2020"-Strategie, welche die EU fit für die Zukunft machen
soll. In dem Dokument sind zahlreiche Forderungen der WKÖ enthalten,
wie die Notwendigkeit der Konsolidierung der Haushalte, die
Vermeidung von wachstumshemmenden Steuern sowie makroökonomischer
Ungleichgewichte und die Verbesserung der Standortbedingungen.
"Europa muss produktiver und wettbewerbsfähiger werden und
Einsparungen und Reformen in Bürokratie sowie im Pensions- und
Gesundheitssystem mutiger angehen", fordert Leitl. "Europa wird umso
stärker aus der Krise hervor gehen, umso weniger überflüssige
Regelungen unsere Unternehmer am Durchstarten hindern." Die
Initiative "Verwaltungskosten senken für Unternehmen" auf nationaler
Ebene muss daher bis 2015 fortgesetzt werden - mit dem Ziel, die
Bürokratie nach den bisher geplanten 25 Prozent um weitere 10 Prozent
zu reduzieren. Auch die EU-Bürokratie muss zeitgerecht bis 2012 um 25
Prozent verringert werden. Das Aktionsprogramm zur Verringerung der
Verwaltungslasten muss fortgesetzt und auf weitere Regelungsbereiche
(z.B. EU-Chemikaliensystem REACH, Forschungsrahmenprogramm)
ausgedehnt werden.
Auch beim europäischen Binnenmarkt gibt es noch genug zu tun: "Wir
müssen neuen Schwung in den Binnenmarkt bringen und die bestehenden
Hindernisse gerade für die kleineren Unternehmen aus dem Weg räumen.
Unsere KMU könnten noch viel mehr profitieren, wenn die
Binnenmarktregeln effizient umgesetzt und angewandt würden", so
Leitl.
"Europa kann den Wettbewerb der Zukunft nur gewinnen, wenn es
seine Stärken forciert: Es muss mehr Geld in Innovation, Forschung
und Bildung fließen - diese Investitionen zahlen sich aus", fordert
der WKÖ-Präsident und verweist abschließend darauf, dass die
österreichischen Arbeitgeber bei Aus- und Weiterbildungsinvestitionen
und Lebenslangem Lernen jetzt schon sehr aktiv und vorbildlich sind.
(FA)
Rückfragehinweis:
EU-Büro der Wirtschaftskammer Österreich
Mag. Franziska Annerl,
Tel.: +32/474/472594
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