- 23.04.2010, 11:34:21
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SVB-Obmann NR Donabauer weist Aussagen von AK-Direktor Muhm zu Sozialabgaben in der Landwirtschaft zurück
Wien (OTS) - NR Karl Donabauer, Obmann der
Sozialversicherungsanstalt der Bauern, beurteilt die Aussagen von
AK-Direktor Muhm in seiner gestrigen Aussendung zur
Steuergerechtigkeit und den Sozialabgaben der Bauern als
sozialpartnerschaftlich feindselig und in der Sache unrichtig.
Es ist unrichtig, dass die Beiträge der Bauern seit 1989 nicht
valorisiert werden. Im Gegenteil, die Sozialversicherungsbeiträge für
Bäuerinnen und Bauern werden jährlich automatisch erhöht - und zwar
gemäß der allgemeinen Lohn- und Einkommensentwicklung der
unselbstständig Erwerbstätigen und damit sogar unabhängig von der
jeweiligen und oftmals auch sehr schwierigen Einkommenssituation im
bäuerlichen Bereich.
So ist es auch unrichtig, dass es Bundesmittel nur im bäuerlichen
Pensionssystem gibt, solche gibt es in allen Systemen. Im bäuerlichen
Bereich ist deren Höhe durch den Strukturwandel bedingt. Dies beweist
auch ein Vergleich des strukturbereinigten finanziellen
Deckungsgrades, wobei Bauern mit einer durchschnittlichen Pension von
650,- Euro auskommen müssen.
Unrichtig ist auch, dass Bauern nur 15 % Beitrag für ihre
Pensionsversicherung zahlen. Direktor Muhm weiß genau, dass Bauern
die weitere Finanzierung über andere Wege erbringen, wie über die
steuerliche Abgabe von landwirtschaftlichen Betrieben,
Ausgedingsleistungen und den Solidaritätsbeitrag aller
Bauernpensionisten, und damit keineswegs bevorzugt sind.
Der Vorwurf, Bauern zahlen zu wenig Beiträge und fallen damit den
Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern zur Last, ist damit haltlos.
Zudem haben Bauern den Pensionsversicherungsbeitrag ohne
Co-Finanzierung wie im unselbstständigen Bereich allein aus ihrem
Unternehmen aufzubringen. Im ASVG-Bereich zahlen nämlich Dienstnehmer
und Dienstgeber die Beiträge und das überwiegend steuerbegünstigt.
NR Donabauer ersucht daher Direktor Muhm, seiner Stellung im
sozialpartnerschaftlichen Gefüge gerecht zu werden. Denn von einem
kompetenten Sozialpartner müsse erwartet werden können, sich auch in
schwierigen Themen sachlich darzustellen, um das gelebte Sozialgefüge
nicht zu stören. Lösungen finde man nicht durch Zurufe, sondern in
Verhandlungen. "Gerne lade ich Direktor Muhm vor weiteren einseitigen
Äußerungen zu einem Gespräch ein", so Donabauers Appell.
Rückfragehinweis:
Dr. Georg Schwarz
Tel.Nr. 01/797 06 - 2201 DW
e-mail: [email protected]
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