- 22.04.2010, 17:05:34
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LSth. Wallner: Mobile Bauchfelldialyse verbessert Lebensqualität
Gesundheitsplattform stellte Weichen für neues Projekt
Bregenz (OTS/VLK) - Die Gesundheitsplattform hat in ihrer heutigen
(Donnerstag) Sitzung die Weichen für weitere Verbesserungen im
Vorarlberger Gesundheitswesen gestellt. "Wir haben ein neues und
innovatives Projekt für Bauchfelldialysen beschlossen, das
insbesondere für älteren Dialysepatientinnen und -patienten eine
Erleichterung ist und deren Lebensqualität deutlich verbessert",
berichtet Gesundheitsreferent Landesstatthalter Markus Wallner.
Eine Bauchfelldialyse kann vom Patienten selbst zuhause
durchgeführt werden - in enger Abstimmung mit Hausärzten,
Pflegekräften und Angehörigen. Dabei wird Dialyseflüssigkeit über
einen Katheter in die Bauchhöhle eingefüllt und nach bestimmter Zeit
angereichert mit Giftstoffen wieder ausgetauscht. Dieser Austausch
kann viermal täglich händisch oder über Nacht mit einem mobilen Gerät
erfolgen, begleitet von einer täglichen Visite durch eine
Pflegekraft. LSth. Wallner: "Dadurch fallen die mehrmals pro Woche
notwendigen Transporte zur Dialyse ins Krankenhaus oder eine
Dialysestation weg - eine Erleichterung und Entlastung vor allem für
ältere und nicht selbständige Patientinnen und Patienten."
Ende 2009 gab es in Vorarlberg 428 Patientinnen und Patienten, die
eine Nierenersatztherapie benötigten, 218 davon waren in
Dialysebehandlung, 210 hatten ein funktionierendes
Nierentransplantat. Von den 218 Dialysepatienten wurden 33 Personen
durch eine Bauchfelldialyse behandelt, ein Anteil von 15 Prozent.
"Mit dem neuen Projekt soll nun der Anteil dieser Patientinnen und
Patienten in den kommenden eineinhalb Jahren - bis Ende 2011 - auf 20
Prozent erhöht werden", so Wallner. Dies sind dann rund 50 Personen,
die mittels Bauchfelldialyse behandelt werden können. Die
zusätzlichen Projektkosten werden von Land und Sozialversicherung
getragen und belaufen sich auf rund 50.000 Euro.
Die Gesundheitsplattform gilt als zentrales gesundheitspolitisches
Entscheidungsorgan. Darin vertreten sind neben LSth. Markus Wallner
als zuständiges Regierungsmitglied auch Vertreter des Landes und der
Sozialversicherungsträger, aus den Gemeinden, vom Bund, von der
Ärztekammer sowie der Patientenanwalt.
Rückfragehinweis:
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