- 22.04.2010, 13:58:36
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Trotz Abwanderung mehrerer Konzernzentralen: VP/Grün verweigert Expertengespräche im Landtag
Jahn: "SP-Initiative für Standortsicherung von Konzernzentralen in OÖ abgelehnt"
Linz (OTS) - CWT, MCE oder Eternit sind ehemals
oberösterreichische Konzerne, deren strategische Entscheidungen
aufgrund von Eigentümerwechseln nunmehr im Ausland getroffen werden.
"Konzernzentralen sind wertvolle Arbeitgeber. Sie zeichnen aber
zusätzlich auch für einen Gutteil der regionalen Forschung und
Entwicklung verantwortlich. Zudem sichern sie ein weites Feld von
Zulieferbetrieben und regionaler Infrastruktur", betont
SP-Wirtschaftssprecherin Mag.a Gertraud Jahn angesichts der heutigen
Ausschussberatung des SP-Initiativantrags zur Sicherung von
Konzernzentralen in Oberösterreich. ÖVP und Grüne lehnten jedoch die
weitere Behandlung dieses Anliegens im Landtagsausschuss unter
Einbindung von ExpertInnen der Sozialpartner ab.
Auch angesichts der aktuellen Dynamik bei der AMAG müsse
Oberösterreich rasch handeln und gegensteuern. "Wir können nicht
länger zuwarten bis noch mehr Konzernzentralen aus Oberösterreich
abwandern. Es ist Zeit die Kräfte zu bündeln und als Land
Oberösterreich geeignete Maßnahmen zu erarbeiten", so Jahn. "Wenn die
ÖVP behauptet, dass die Frage der Konzernzentralen nicht weiter im
Landtag behandelt werden müssen, weil sie ohnehin alles tun würde,
dann muss sie sich den Vorwurf gefallen lassen, dass ihr Tun in den
Fällen AMAG, CWT, Enternit, MCE und Ebewe unzureichende Ergebnisse
gebracht hat. Anstatt solch selbstbeweihräuchernde Töne anzuschlagen,
wären ÖVP und Grüne gut beraten, im Sinne der Standortsicherung die
Kräfte aller Parteien zu bündeln und auch neue Ideen zuzulassen",
argumentiert die SP-Wirtschaftssprecherin.
Landeshaftungen wie sie das Land Oberösterreich im Zuge der
Krisebewältigung mehrfach eingesetzt hat sind wichtige
Sofortmaßnahmen, aber nur bedingt zur Standortsicherung geeignet.
"Was wir jetzt brauchen ist ein wirksamer Schutzmechanismus für die
28 bestehenden Konzernzentralen in Oberösterreich. Sie sichern 50
Prozent der oberösterreichischen Forschungsleistung und schaffen
Aufträge für 20.000 Klein- und Mittelbetriebe", schließt Mag.a Jahn.
Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313
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