- 22.04.2010, 12:32:54
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Fonds Gesundes Österreich: Tagung "Leben in Bewegung"
Präsentation der österreichischen Bewegungsempfehlungen, Fachpublikum - 12. Österreichische Präventionstagung - Internationale Experten als Redner zu Gast.
Wien (OTS) - "Mit den nationalen Bewegungsempfehlungen haben wir
einen Milestone in der Gesundheitsförderung erreicht", sagte Mag.
Christoph Hörhan, Leiter des Fonds Gesundes Österreich, anlässlich
der Eröffnung der 12. Österreichischen Präventionstagung am
Donnerstag in Wien. Erstmals gebe es klare, einheitliche und
wissenschaftlich abgesicherte Standards zur gesundheitswirksamen
Bewegung. Die Empfehlungen seien aber nur ein erster Schritt, so
Hörhan: "Für einen bewegten Lebensstil braucht es nicht nur
Eigenverantwortung jedes Einzelnen, es geht auch um die Gestaltung
der Rahmenbedingungen in unseren Lebensbereichen, die
bewegungsförderlich gestaltet werden müssen."
Wie notwendig es ist, neben individuellen Ansätzen auch
gesamtgesellschaftliche Strategien zu entwickeln, wie etwa die
intersektorale Zusammenarbeit der Sektoren Sport, Bildung, Verkehr,
Arbeit und Soziales, zeigen auch neuere Daten über den
Gesundheitszustand, insbesondere der jungen Österreicher/-innen: Nur
38 % der Mädchen und 58% der Burschen machen regelmäßig Bewegung, der
Anteil der Fettleibigen bei den männlichen 15-Jährigen hat sich
innerhalb von 4 Jahren verdoppelt und ist damit so schnell gestiegen
wie in keinem anderen OECD Land. Er liegt mit 19 % über dem OECD
Durchschnitt von 17%.( Quelle: "Österreichs Gesundheitssystem
leistungsfähig aber teuer", Studie der OECD, Dezember 2009). Nach
aktuellen Berechnungen können damit bis zu 1,6 Mrd. Euro jährlich ab
dem Jahr 2030 zusätzlich zu den ohnehin steigenden Ausgaben der
gesetzlichen Sozialversicherungen entstehen.
Brian Martin vom Institut für Sozial-und Präventivmedizin der
Universität Zürich, international anerkannter Experte im Bereich der
Entwicklung und Umsetzung von Bewegungsförderungsstrategien, betonte
die Notwendigkeit der Bewegungsförderung als integralen Bestandteil
der Gesundheitsförderung und Prävention, strich in seinem Vortrag
aber auch klar die politische Dimension heraus: "Multisektorale
Bewegungsförderung muss auf die politische Agenda kommen und dort
bleiben", so Martin. Dazu seien auch der Austausch und die Vernetzung
der Akteure auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene
notwendig.
Ao. Univ. Prof. Dr. Sylvia Titze präsentierte die
Bewegungsempfehlungen und wies auf die Differenzierung nach
Altersgruppen (Kinder- und Jugendliche, Erwachsene und ältere
Menschen) sowie auf die Formulierung von Intensitätsbereichen als
Besonderheit hin. Sie betonte, dass die Quantifizierung
gesundheitswirksamer Bewegung Richtwerte für die Beurteilung des
Bewegungsniveaus liefere und für Zielformulierungen sowie für das
Messen von Erfolg relevant sei. "Die Bewegungsempfehlungen sind
nüchtern, die Umsetzungsmöglichkeiten sind bunt", so Sylvia Titze.
In insgesamt 10 Workshops vertieften mehr als 350 Teilnehmer/-innen
der zweitägigen Tagung Aspekte der bewegungsspezifischen Strategien
zur Gesundheitsförderung.
Rückfragehinweis:
Mag. Barbara Grohs Kommunikation Fonds Gesundes Österreich Gesundheit Österreich GmbH Aspernbrückengasse 2, 1020 Wien Tel.: +43 (0)1 895 04 00-16 Fax: +43 (0)1 895 04 00-20 E-Mail: [email protected] Homepage: www.fgoe.org
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