- 21.04.2010, 10:54:24
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bike protect verhindert Verletzungen von Motorradfahrern und spart Millionen Euro Folgekosten von Unfällen
Ohlsdorf (OTS) - Sobald die Motorrad-Saison beginnt, gibt es erste
Meldungen von schwerverletzten oder getöteten Motorradfahrern. Viele
davon verletzen sich beim Aufprall an Leitschienen schwer oder werden
sogar getötet. Zum menschlichen Leid kommen für die Allgemeinheit
auch hohe Folgekosten. Mit dem Leitschienensystem bike protect der
Asamer Rubber Technology GmbH (einer Tochter der Asamer-Gruppe)
können viele Verletzungen, vor allem bei Motorradfahrern, sowie bis
zu 30 Prozent an Unfallfolgekosten, also rund 300 Millionen Euro
verhindert werden. Mit der Unterstützung des Landes Oberösterreich
werden nun einige gefährliche Kurven auf beliebten
oberösterreichischen Motorradstrecken mit dem System ausgestattet.
Im Jahr 2009 gab es laut Statistik Austria 9.273 verletzte oder
getötete Fahrer und Mitfahrer von einspurigen Kraftfahrzeugen. Der
Großteil aller Unfälle ereignet sich auf Bundes-, Landes- und
Gemeindestraßen. Rund 30 Prozent davon sind Alleinunfälle. Zahlreiche
Motorradfahrer kollidieren dabei mit einer Leitschiene und verletzen
sich schwer oder werden gar getötet.
Leitschienen als Fallbeil für Motorradfahrer
"Anders als bei einem Autofahrer wirken die bislang verwendeten
Leitschienen auf verunfallte Motorradfahrer wie ein Fallbeil",
beurteilt Ex-Motorradchampion Gustl Auinger das extreme
Verletzungsrisiko. Geköpfte Motorradfahrer, abgetrennte Arme und
Beine, schwerste Verletzungen oft mit Todesfolge, sind die Folge,
wenn ein Zweiradlenker bei einem Unfall mit den Stahlstehern der
Leitschienen kollidiert. Laut einer Berechnung des Kuratoriums für
Verkehrssicherheit verursacht ein Unfall mit einem Schwerverletzten
durchschnittlich 320.000 Euro und für einen Leichtverletzten sind
immerhin noch rund 23.000 Euro an Unfallfolgekosten für medizinische
Behandlung und Rehabilitation, Lohnfortzahlung, Arbeitsunfallrente
und Verwaltungskosten fällig. In Österreich gab es im Jahr 2009 exakt
2.009 schwer und 6.198 leicht verletzte Lenker und Mitfahrer von
einspurigen Kraftfahrzeugen. Rechnet man die 117 tödlich
Verunglückten dazu, welche im Schnitt 2,9 Millionen Euro an
Folgekosten pro Person nach sich ziehen, ergibt sich eine nochmals
deutlich höhere Schadenssumme, die für das gesamte Jahr mehr als eine
Milliarde Euro erreicht.
Rund 30 Prozent dieser Kosten, also mehr als 300 Millionen Euro,
und vor allem unendlich viel Leid könnten vermieden werden. "Mit
unserem System können bis zu 30 Prozent der tödlichen Motorradunfälle
verhindert und auch das Ausmaß der Verletzungen entscheidend
reduziert werden", erklärt Thomas Danner, Geschäftsführer der Asamer
Rubber Technology GmbH (ART).
Altreifen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr
bike protect wird aus recycelten Altreifen hergestellt. Das daraus
gewonnene Granulat wird zu einer Gummi-Stahlkonstruktion verarbeitet,
die unter den Leitschienen angebracht wird. Damit werden
Motorradfahrer vor schweren Verletzungen geschützt, in dem
Kollisionen mit scharfkantigen Stehern, das Einhaken in den
Leitschienenstehern oder das Durchrutschen unter der Leitschiene
verhindert werden. Das Stahlband fängt Motorrad und Lenker sicher auf
- die weiche Gummibeschichtung federt, dämpft und leitet den
Verunfallten schonend in Fahrtrichtung ab.
Das patentierte System, welches 2009 mit dem Oberösterreichischen
Energy Globe - Kategorie Erde ausgezeichnet wurde, trägt wesentlich
zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr bei. "Hier soll nicht an der
falschen Stelle gespart werden, es ist ja auch kein Problem, bei
schwachen Leitschienen eine doppelte zu errichten oder
Betonleitschienen zu bauen", meint Gustl Auinger. Vergleichsweise
geringe Ausgaben in die Infrastruktur helfen hohe Ausgaben im Bereich
des Gesundheitssystems einzusparen. "Dadurch wird nicht nur
menschliches Leid verringert. Auch Unfallkosten und vor allem deren
Folgekosten werden minimiert", sagt Thomas Danner.
Der Unterfahrschutz wurde bereits in zahlreichen gefährlichen
Kurven zu Testzwecken aufgebaut und hat sich bestens bewährt. Mit
Unterstützung des Landes Oberösterreich werden nun einige gefährliche
Kurven auf beliebten Motorradstrecken mit dem System dauerhaft
ausgestattet. Auch Pkw-Insassen profitieren vom neuen System, da nach
einem Aufprall auf die Leitschiene mit bike protect Verletzungen von
Insassen weniger schwer sind und die Sachschäden am Pkw reduziert
werden. Das innovative Unternehmen ART hat aber auch ein eigenes
Leitschienensystem mit einer Gummiauflage entwickelt. Das System mit
dem Namen car protect weist in genormten Crashtests geringere
Belastungswerte auf, als alle anderen vergleichbaren Systeme.
Weitere Tipps für Motorradfahrer
Der Ex-Motorradchampion Gustl Auinger blickt auf 16 Jahre aktiven
Motorsport zurück, davon war Auinger zehn Jahre lang Profirennfahrer.
Daher ist er überzeugt, dass Motorradfahrer auch andere Faktoren für
mehr Sicherheit beachten sollten. "Ein wesentlicher Aspekt ist, dass
einspurige Kraftfahrzeuge meistens zwischen Ende Oktober und Ende
März abgemeldet sind. Nach knapp einem halben Jahr muss sich der
Fahrer mit seinem Motorrad erst wieder vertraut machen", erklärt
Gustl Auinger. Auch die Autofahrer, die oft für Motorradfahrer
folgenschwere Unfälle verursachen, müssen sich an die neu
dazugekommenen Verkehrsteilnehmer erst wieder gewöhnen. Rücksicht und
Vorsicht auf beiden Seiten ist deshalb gerade im Frühjahr oberstes
Gebot. Wichtig ist auch das Nutzen der gesamten Bremsleistung eines
Motorrades. "Die meisten Motorradfahrer können rund 90 Prozent davon
nicht nutzen", meint Gustl Auinger. "Auch ich nehme mich nicht davon
aus", so Auinger weiter. In dem Fall nutzt nur ein ständiges
Auseinandersetzen mit seinem eigenen Fahrzeug, das Austesten der
Brems- und der eigenen Leistung sowie Fahrertrainings.
Fotos zum Downloaden finden Sie unter:
http://www.minc.at/web/artikel.php?menu_id=13
Bildtext:
Schwere Verletzungen von Motorradfahrern verhindern: Das System bike
protect kann - so wie auf dieser Strecke auf der B 153 - einfach am
bestehenden Leitschienennetz montiert werden.
Fotoquelle: ART/honorarfrei
Nähere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter
http://www.art.asamer.at
Corporate Data:
Die Asamer Rubber Technology GmbH ist ein Tochterunternehmen der
Firmengruppe Asamer. Die Asamer Gruppe beschäftigt weltweit rund
5.790 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2009 einen Umsatz von 471
Millionen Euro. Die vorläufigen Zahlen für den Bereich Baustoffe der
Asamer Holding AG zum 31.12.2009: EBITDA von 93 Millionen Euro und
EGT von 20 Millionen Euro.
Die Asamer Gruppe ist in drei Bereichen tätig:
- Baustoffe (Zement, Steine, Kies und Beton) und Weiterentwicklung
dieser Rohstoffe (z.B. Basaltfaser)
- Umwelttechnik, Recycling
- Tourismus (Hotels und Schigebiete) und Projektentwicklung für
Betriebs- und Wohnansiedlungen
Rückfragehinweis:
Mag. Toril Fosen
Milestones in Public Relations
Mobil: +43 664 246 90 57
Mail: [email protected]
www.minc.at
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