- 20.04.2010, 12:42:02
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Ranner fordert Optimierung des europäischen Flugraumes
'European Single Sky' umsetzen - Passagierrechte stärken
Strassburg, 20. April 2010 (OTS) "Das Chaos der letzten Tage am
europäischen Flugraum hat gezeigt, dass wir den 'Single European
Sky', den einheitlichen europäischen Flugraum dringend benötigen. Das
Europäische Parlament hat bereits vor zwei Jahren die Weichen dazu
gestellt, jetzt muss dieser so rasch wie möglich umgesetzt werden. So
können wir bei Notfällen dynamischer und präziser Vorgehen. Die Rolle
von Eurocontrol als einzige europäische Schaltstelle muss gestärkt
werden", so die Verkehrssprecherin des ÖVP-Europaklubs, Dr. Hella
Ranner, anlässlich der Sonderdebatte mit EU-Verkehrskommissar Siim
Kallas zur Lage des Luftverkehrs in Europa und die Auswirkungen für
die Bürger im Plenum in Strassburg. ****
Es bestehe zwar eine gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen
Ländern, aber das Fehlen des 'open sky' auf europäischer Ebene sei
zum Problem geworden. "Es fehlt die zentrale Anlaufstelle für Gesamt-
Europa, die im Katastrophenfall rasch das Kommando übernimmt und neue
Flugschneisen definiert. Damit hätte die gesamte Sperrung des
Flugraums etwas gelockert und gewisse Flugwege europaweit
freigeschaltet werden können. Dazu bedarf es aber auch einer
hervorragenden Koordination und einer optimalen Zusammenarbeit
zwischen Meteorologen, Geologen und Fachleuten aus der Luftfahrt.
Dieses Instrument funktioniert leider noch nicht optimal", so die
Verkehrssprecherin weiter, die selbst mit dem Auto nach Strassburg
gereist war.
"Wir sehen wie anfällig der Flugverkehr ist. Die Verluste sind
wirtschaftlich bereits deutlich höher als 9/11. Die EU-Kommission
muss sich daher bei der Genehmigung von Hilfen für Airlines
dementsprechend flexibel verhalten. Aber auch die Passagierrechte
müssen gestärkt werden. Die Klausel der 'höheren Gewalt' darf nicht
dazu benutzt werden, um Passagiere leer ausgehen zu lassen. Wir
werden uns vor allem auch der Frage von Ersatzansprüchen trotz
'höherer Gewalt' stellen müssen", so Ranner weiter.
"Die aktuelle Krise zeigt jetzt deutlich, dass wir den Ausbau
nachhaltiger Verkehrssysteme, besonders der transeuropäischer Netze
forcieren müssen. Das ist eine wirtschaftlich überlebenswichtige
Notwendigkeit. Die Interoperabilität zwischen den europäischen Zügen
muss endlich ausgebaut werden. Auch hier hat das Europäische
Parlament die Wege bereits geebnet. Der Vulkan brodelt weiter. Wir
müssen daher auch langfristig entsprechende europäische
Verkehrsalternativen, vor allem den Ausbau der Schiene, vorbereiten",
so Ranner abschließend.
Rückfragen:
Dr. Hella Ranner MEP, tel.: +33-3-8817-5898
(hella.ranner@europarl.europa.eu)
oder
Mag. Andrea Strasser, EVP Pressedienst, Tel.: +32-473-311175
(andrea.strasser@europarl.europa.eu)
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