• 17.04.2010, 08:00:28
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"profil": Schönborn: "Jedes Auge, das zugedrückt wird, wäre scheinheilig"

Wiener Erzbischof Christoph Schönborn gegen "schlampige Mittelwege" bei Zölibat-Verstößen

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" spricht sich der Wiener
Erzbischof Christoph Schönborn bei Verstößen gegen den Zölibat durch
"schwarze Schafe", die es "leider immer wieder gibt", gegen
"schlampige Mittelwege" aus.

In der aktuellen Covergeschichte thematisiert "profil" die Leiden
von verheimlichten Priesterkindern und Frauen, die seit Jahren
versteckte Beziehungen mit Priestern führen. Priester, die heimliche
Beziehungen haben, "müssen sich entscheiden", so Schönborn. Er selbst
würde versuchen, betroffene Priester in einem Gespräch zu einer
Entscheidung zu führen, sobald er, von einem solchen Fall erfahren
würde. Für ihn wäre "jedes Auge, das zugedrückt wird, scheinheilig".

In "den Bereich der Urban Legends" rückt Schönborn Gerüchte um
kirchliche Alimente-Fonds für Priesterkinder: "Wenn ein Priester
Vater wird, hat er wie jeder andere Mann die Verpflichtung, für sein
Kind persönlich Sorge zu tragen, finanziell und emotionell."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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