- 13.04.2010, 10:31:30
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Pensionskassen: 1. Quartal 2010 bringt starke 3 Prozent Ertrag
Pensionskassen sind auf gutem Weg, Verluste der Finanzkrisen-Jahre aufzuholen - Pekabe-Darstellungen sind irreführend
Wien (OTS/PWK284) - Die heimischen Pensionskassen konnten für
ihre Kunden im ersten Quartal des heurigen Jahres durchschnittlich
drei Prozent (exakt 2,98 Prozent) Ertrag erwirtschaften, gab heute
der Fachverband der Pensionskassen bekannt. Wenn sich die
internationale Wirtschaft im Jahr 2010 weiterhin stabil entwickelt,
können die Pensionskassen einen großen Schritt machen, die schlechten
Veranlagungsergebnisse der beiden Finanzkrisenjahre, insbesondere des
Jahres 2008, aufzuholen.
Christian Böhm, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen: "Nach
dem starken Ergebnis von neun Prozent im Jahr 2009, liegen die
Pensionskassen auch heuer wieder voll auf Kurs. Wenn sich dieses Jahr
entsprechend der Prognosen der Wirtschaftsforscher weiter entwickelt,
sind wir auf einem sehr guten Weg, die Verluste der
Finanzkrisen-Jahre auszugleichen."
Bei Firmenpensionen zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in
Pensionskassen monatlich Beiträge ein, die später in der Pension
verzinst ausbezahlt werden. Rund 780.000 Österreicherinnen und
Österreicher haben Anspruch auf eine Firmenpension. Der langjährige
Veranlagungserfolg der Pensionskassen beträgt 5,92 Prozent, die
durchschnittliche Zusatzpension 474 Euro pro Monat. Insgesamt
veranlagen die 17 Pensionskassen ein Vermögen von 13,8 Mrd. Euro. Sie
sind auch der größte private Pensionszahler Österreichs.
Pekabe Darstellungen sind irreführend
Aus gegebenem Anlass weisen die Pensionskassen öffentliche
Darstellungen der Pekabe als irreführend und sachlich falsch zurück.
In Presseaussendungen und Aktionen sieht sich dieser Verband als
(Zitat) "Sprachrohr der gut 700.000 in Pensionskassen
zwangsrekrutierten Berechtigten, deren wohl erworbene Pensionsrechte
schon um bis zu 45% zusammengeschmolzen sind.....".
Jede einzelne kalkulatorisch notwendige Kürzung eines
Pensionsbetrages ist für den Betroffenen schmerzlich. Insgesamt ist
aber die Sachlage weit weniger dramatisch.
Fakt ist, dass
1.) ... es bei alten beitragsorientierten Verträgen, die in den
ersten Jahren nach Einführung des Pensionskassensystems in Österreich
mit einem hohem Rechnungszins abgeschlossen wurden, in den letzten
Jahren zu teils deutlichen Kürzungen kam.
2.) ... davon heute im Wesentlichen ehemalige Mitarbeiter zweier
Großbanken, der größten Fluglinie und des größten Medienunternehmens
des Landes betroffen sind. Pensionisten, die zusätzlich zu ihrer ASVG
Pension betriebliche Zusatzpensionen zwischen 400 Euro und 11.000
Euro, monatlich erhalten, also nicht - wie seitens der Pekabe
argumentiert - um "Kleinrentner".
3.) ... einige wenige, wenn auch große, Unternehmen für Ihre
Mitarbeiter Verträge mit einem solch hohen Rechnungszins von 5 bis
6,5 Prozent damals als realistisch eingeschätzt haben. Solche
Verträge betreffen ca. 20.000 leistungsberechtigte Pensionisten
(siehe Aufstellung unten) - nicht "eine ? Million" (Pekabe)!
4.) ... im Zentrum der Kürzungsdebatte der "Rechnungszins" steht,
also jener Wert, der jährlich erreicht werden muss, damit die Pension
gleich bleibt. Wenn zum Jahresende ein Rechnungszins von z.B. 6,5
Prozent nicht erreicht wurde, dann verringert sich die Pension
automatisch.
5.) ... seit 2003 Verträge nur noch mit 3,5 Prozent abgeschlossen
werden dürfen. (AC)
Grafik zu den Rechnungszinsen in beitragsorientierten Verträgen zum
Download:
http://www.pensionskassen.at/rechnungszins_09042010.jpg
Rückfragehinweis:
Fachverband der Pensionskassen: Dr. Fritz Janda Tel.: (0) 5 90 900 - 4108 E-Mail: [email protected] Web: http://www.pensionskassen.at Pressestelle: The Skills Group Mag. Niklas Jelinek Tel.: (01) 505 26 25 - 27 E-Mail: [email protected]
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