- 13.04.2010, 10:29:34
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Chancen für Kärntner Jungendliche trotz schwieriger Situation am Arbeitsmarkt
LHStv. Scheuch: Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen um ca. sieben Prozent gesunken - Chancen der Lehre mit Matura nutzen
Klagenfurt (OTS/LPD) - Auch wenn die generelle
Arbeitsmarktentwicklung in Kärnten 2010 noch sehr schwierig sein
wird, gibt es erfreuliche Tendenzen: Nirgendwo in Österreich sind die
Insolvenzen so stark zurückgegangen wie in Kärnten, nämlich um 19,2
Prozent. Und trotz einer hohen Zahl Beschäftigungsloser werden vor
allem junge Arbeitskräfte wieder stark nachgefragt. Die
Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen ist gegenüber dem Vorjahr bereits
um ca. sieben Prozent gesunken. "Die gegenwärtige Situation ist eine
große Chance für engagierte junge Menschen, sich nachhaltig am
Arbeitsmarkt zu etablieren. Wir verstärken daher unsere Bemühungen,
um auch die Qualifikation der Fachkräfte von morgen sicherzustellen",
so Arbeitsmarktreferent LHStv. Uwe Scheuch.
Um insbesondere Schülerinnen und Schüler der 1. Leistungsgruppe
in den Hauptschulen, aber auch Absolventen der AHS Unterstufe für
eine Lehrausbildung zu gewinnen, werde die Lehre mit Matura auch im
kommenden Jahr kärntenweit in allen Fachberufsschulen angeboten,
kündigt Scheuch an. Ziel sei es, im heurigen Jahr insgesamt über
1.000 Jugendliche in dieser Schulform auszubilden.
Mittelfristig werde sich die Situation für die Jugendlichen
generell durch die demografische Entwicklung weiter entspannen.
Trotzdem sei es jetzt wichtig, zu handeln, stellt Scheuch fest. Denn
viele Betriebe würden momentan begabte Jugendliche suchen, die eine
berufsorientierte Ausbildung in einem Lehrberuf - verbunden mit der
Matura - machen wollen. "Wir müssen vor allem jenen Betrieben helfen,
die nach überstandener Krise hochqualifizierte Facharbeiter suchen.
Die Lehre mit Matura ist dafür perfekt, weil sie mit allen
Lehrberufen kombinierbar ist und eine ausgezeichnete Verbindung von
beruflicher und schulischer Ausbildung darstellt", erklärt Scheuch
die Vorteile.
Ein Manko sieht der Arbeitsmarktreferent in der Kommunikation
zwischen den Unternehmen und dem AMS: "Leider werden die freien
Lehrstellen von den Betrieben oft sehr spät gemeldet. Denn trotz der
inoffiziell großen Nachfrage nach Lehrlingen wurden dem AMS aktuell
um 36,8 Prozent weniger offene Lehrstellen von den Betrieben gemeldet
als noch vor einem Jahr. Bei der Schnittstelle Unternehmen-AMS gibt
es also offensichtlich noch Verbesserungspotential."
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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