- 13.04.2010, 08:00:12
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TU Wien-Rektor: "Bin für Studiengebühren von 10.000 Euro pro Jahr"
Wien (OTS) - Peter Skalicky erklärt, warum er hohe Studiengebühren
für sinnvoll und die nationale Forschungsstrategie für überflüssig
hält. Die Industrie wäre, so Skalicky, "gut beraten, ihr
Innovationsniveau zu heben."
In der Diskussion um Studiengebühren und Forschung in Österreich
meldet sich jetzt der langjährig TU Rektor Peter Skalicky zu Wort. Im
Interview mit dem INDUSTRIEMAGAZIN fordert er "hohe Studiengebühren
von mindestens 10.000 Euro pro Jahr und ein umfassendes
Stipendiensystem". Der Geld sei notwendig, um die Finanzierung der
Hochschulen sicherzustellen, sagt der TU Rektor im Interview.
Skalicky plädiert zudem für eine kapazitätsabhängige Beschränkung.
"Das ganze Theater um die Studiengebühren ist für lächerlich. Zuerst
werden sie eingeführt, dann ein paar Tage vor der Wahl wieder
abgeschafft - allerdings ohne sich zu überlegen, welche Folgen das
haben wird. Jetzt muss man sich Gedanken darüber machen, wie man mit
dem Ansturm an Deutschen fertig wird", sagt er.
Die Zukunft der Universitäten wird in der forschungspolitischen
Strategie 2020 festgelegt. Hierzu legte der Rat für Forschung und
Technologieentwicklung bereits Empfehlungen vor. Diese bezeichnet
Skalicky als "überflüssig". "Ich glaube nicht, dass eine Kommission
der österreichischen Bundesregierung besser weiß als wir (Anm.: die
Universitäten) selbst, wo die Herausforderungen der Zukunft liegen",
sagt er. Dass ambitioniertere Leistungsvereinbarungen als bisher
abgeschlossen werden hält er für akzeptabel Er fordert aber die
Themen herauszunehmen, die kein Wesensmerkmal der Universitäten sind.
"Diese Überfrachtung ist kontraproduktiv im Hinblick auf die
geforderte Profilbildung", sagt er.
Das ganze Interview kann unter http://www.ots.at/redirect/Skalicky
abgerufen werden.
Rückfragehinweis:
Industriemagazin Redaktion
Tel.: 01/585 9000
www.industriemagazin.at
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