- 09.04.2010, 12:12:42
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Weltkirche feiert am 19. April "5 Jahre Benedikt XVI."
In der Missbrauchs-Krise wird Joseph Ratzinger inzwischen auch von Kirchenkritikern ein klarer Wille zum harten Durchgreifen attestiert
Vatikanstadt, 09.04.10 (KAP) Weltweit wird von den katholischen
Ortskirchen am Montag, 19. April, der 5. Jahrestag der Wahl von
Joseph Ratzinger zum Papst gefeiert. Im vierten Wahlgang kürten die
Kardinäle im Konklave Ratzinger zum 265. Nachfolger des Apostels
Petrus. Er wählte den Namen Benedikt XVI. Fünf Tage später wurde er
in sein Amt eingeführt.
Über den Feiern zum 5. Jahrestag seiner Wahl liegt der Schatten der
Missbrauchs-Krise. In seinem Hirtenbrief an die irischen Bischöfe
fand Benedikt XVI. dazu sehr klare Worte. Es war das erste Dokument
eines Papstes überhaupt, dass dem Problem des Missbrauchs gewidmet
ist.
Inzwischen wird Joseph Ratzinger auch von Kirchenkritikern ein
klarer Wille zum harten Durchgreifen attestiert - und zwar schon
seit der Causa Groer 1995 und den gleichzeitigen ersten Gerüchten um
den umstrittenen Gründer des Ordens der "Legionäre Christi", Marcial
Maciel. In beiden Fällen wollte Ratzinger Untersuchungskommissionen
einsetzen, wurde aber innerkurial gebremst.
Bald nach seiner Wahl zum Papst setzte Benedikt XVI. durchaus eigene
Akzente, und so mancher anfängliche "Aufreger" entpuppt sich im
Rückblick als Anstoß für tiefer greifende Debatten.
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