• 09.04.2010, 10:41:50
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Moser: Regierung geht bei Handy-Gefahren großes Risiko ein

Gesundheitsgefahren in Italien gerichtlich anerkannt - Haftung untätiger PolitikerInnen droht

Wien (OTS) - "Spätestens nach dem aktuellen, richtungsweisenden
italienischen Urteil, in dem der Zusammenhang von Tumorerkrankungen
und langjähriger Nutzung von Schnurlos- und Mobiltelefon anerkannt
wurde, muss die Missachtung des Vorsorgeprinzips und die generelle
Untätigkeit der Regierung in Sachen Gesundheitsgefahren durch
Mobilfunk ein Ende haben. Ignoranz gegenüber Warnungen, wie sie die
Regierung seit Jahren an den Tag legt, kann hohe Kosten und
weitreichende Haftungsfragen nach sich ziehen. Insbesondere
Verkehrsministerin Bures muss nun endlich den Schutz der Gesundheit
vor elektromagetischer Strahlung ernstnehmen und darf die Hände nicht
länger in den Schoß legen", fordert Gabriela Moser,
Infrastruktursprecherin der Grünen.

"Das Verharmlosen kritischer Studien im Einklang mit den Wünschen der
Mobilfunk-Lobby leistet dem gesundheitlich sehr bedenklichen
'Feldversuch Mobilfunk' Vorschub und muss besser heute als morgen
beendet werden. Der dafür benützte 'Wissenschaftliche Beirat Funk'
ist aufzulösen - nebenbei ein kleiner aber feiner Beitrag zur
Budgetentlastung. Auch die Geheimhaltungs-Taktik des BMVIT ist völlig
anachronistisch: Durch das Löschen wichtiger Daten von
Mobilfunk-Anlagen wird jede wissenschaftliche Beweissicherung
unmöglich gemacht. Was die Menschen brauchen, ist
verantwortungsbewusstes Handeln, nicht tendenziöse Untätigkeit und
Verschleierung von Gefahren. Wer wie BM Bures im Straßenverkehr für
Verkehrssicherheit eintritt, muss auch bei der Sicherheit vor
gesundheitlich bedenklicher Zwangsbestrahlung im Mobilfunkbereich
handeln: Vorsorge zur Vermeidung hoher gesellschaftlicher Folgekosten
statt Anbiedern an eine finanzkräftige, zeitgeistige Lobby", so
Moser.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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