• 08.04.2010, 10:47:54
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"Parteipolitik hat im gottesdienstlichen Raum nichts verloren"

Generalvikar Schuster kritisiert Wahlkampfauftaktveranstaltung der "Christlichen Partei Österreichs"

Wien, 08.04.10 (KAP) Kritik übt der Wiener Generalvikar Msgr. Franz
Schuster an der Wahlkampfauftaktveranstaltung der "Christlichen
Partei Österreichs". In einem am Mittwoch versendeten Rundschreiben
an alle Pfarrer und Mitarbeiter der Erzdiözese Wien betont er, dass
"jede Instrumentalisierung des Gottesdienstes und kirchlicher
Gebäude für politische Zwecke entschieden abzulehnen ist, und dass
Parteipolitik aller Art im engeren kirchlichen Bereich keinen Platz
hat."

Generalvikar Schuster hebt grundsätzlich hervor, dass Christen zum
politischen Engagement, zum Einsatz für das Gemeinwohl, aufgerufen
seien. Dabei könnten Christen in politischen Fragen - bei gleicher
Sorgfalt der Gewissensentscheidung - zu unterschiedlichen
Lösungsvorschlägen kommen. "Für diese Vorschläge dürfen sie aber
nicht die Autorität der Kirche in Anspruch nehmen, sondern sie
handeln in eigener Verantwortung", so Schuster, der festhält:
"Parteipolitik hat im gottesdienstlichen Raum nichts verloren."

Anlass für diese Klarstellung seitens der Erzdiözese Wien war eine
Messfeier in der Pfarrkirche St. Paul in Wien-Döbling, mit der
Präsidentschaftskandidat Rudolf Gehring am Dienstagabend seinen
Wahlkampf begonnen hatte und zu der auch ausdrücklich Journalisten
eingeladen waren.

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) hkl/pwu/

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