• 04.04.2010, 13:33:24
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Schönborn: "Kirche geht den Weg der schmerzlichen Reinigung"

Wien-Salzburg, 04.04.10 (KAP) Zu einem "Weg der schmerzlichen
Reinigung der Kirche" hat sich Kardinal Christoph Schönborn bekannt.
In seiner Predigt beim Ostergottesdienst am Sonntag im Wiener
Stephansdom sagte Schönborn wörtlich: "Die Kirche sagt Ja zur
schmerzlichen Reinigung, die ohne Jammern auch das Unrecht von
Pauschalurteilen erträgt." Schwere und sehr belastende Wochen wegen
der zahlreichen Fälle von Gewalt und sexuellem Missbrauch durch
kirchliche Mitarbeiter würden hinter der Kirche und den Gläubigen
liegen. Doch das dürfe nicht dazu führen, vom Versagen in den
eigenen Reihen abzulenken und zu sagen: "Schaut, bei den anderen
gibt es das ja auch." Das sei nicht der Weg der Kirche, bekräftigte
Kardinal Schönborn.

Der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser hat in seiner
Osterpredigt von einem "Neuanfang in der Kirche" gesprochen.
"Auferstehung mitten im Leben heißt in dieser Stunde konkret: Reue,
Umkehr, Versöhnung und Gerechtigkeit" so Kothgasser am Ostersonntag
im Dom zu Salzburg. Der Erzbischof wies darauf hin, dass derzeit
viel Dunkel in der Kirche erlebt werde: "Verantwortliche in der
Kirche überschritten von Gott gesetzte Grenzen, sie fügten jungen
wehrlosen Menschen großes Leid und Schmerz zu." Es werde noch viel
Zeit und Einsatz brauchen, um diese Wunden zu heilen und der
Wahrheit zum Sieg zu verhelfen, so Kothgasser.

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) gpu/

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