• 03.04.2010, 09:53:27
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Vatikansprecher distanziert sich von Antisemitismus-Vergleich

Vatikanstadt, 03.04.10 (KAP) Nach dem Antisemitismus-Vergleich des
päpstlichen Hauspredigers in der Missbrauchsdebatte hat sich
Vatikansprecher Federico Lombardi von der Aussage distanziert. Bei
der Karfreitagspredigt des Kapuziner-Theologen Raniero Cantalamessa
handle sich nicht um eine Erklärung des Vatikan, sagte Lombardi am
Freitagabend gegenüber Journalisten. Die Äußerung stelle auch keinen
Angriff auf das Judentum dar, sondern sei als Solidaritätsbekundung
eines Juden mit dem Papst zu verstehen. Lombardi bestritt zudem,
Benedikt XVI. sei an der Abfassung der Predigt beteiligt gewesen.

Cantalamessa, einer der meistgelesenen geistlichen Autoren Italiens,
hatte in seiner Predigt im Petersdom aus dem Brief eines nicht
namentlich genannten jüdischen Freundes zitiert. Darin hieß es, der
Gebrauch von Stereotypen und die Verwechslung von persönlicher und
kollektiver Verantwortung in der Missbrauchsdebatte erinnere ihn "an
die schändlichsten Aspekte des Antisemitismus". Zugleich erklärte
der Autor dem Papst und den katholischen Gläubigen seine Solidarität
angesichts der "heftigen und von allen Seiten erfolgenden" Attacken.

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) hkl/

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