- 02.04.2010, 13:49:33
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"Kreuzigung" am Stephansdom: Kritik an Gefährdung anderer
Dompfarrer Faber: Anliegen legitim, aber Umstände nicht in Ordnung
Wien, 02.04.10 (KAP) Es ist legitim, gegen die Missbrauchsfälle in
der Kirche mit künstlerischen Mitteln zu protestieren, "aber nicht
in schwindelnder Höhe am Stephansdom, wenn der Künstler dadurch sich
selbst und andere gefährdet": Das sagte Dompfarrer Toni Faber zu
einer Aufsehen erregenden Aktion des Künstlers Emmerich
Weissenberger, der sich am Freitagvormittag in 20 Meter Höhe nur mit
Lendenschurz bedeckt und mit einer Stacheldraht-Krone auf dem Haupt
in Kreuzigungspose vom Gerüst am Dom hängte und damit an das Leid
der Missbrauchsopfer erinnern wollte.
Dieses Anliegen sei zu "akzeptieren und zu respektieren", so der
Dompfarrer im Gespräch mit "Kathpress"; die Ausdrucksform, die
Weissenberger dafür gewählt habe, mache ihn "betroffen". "Nicht in
Ordnung" sei für ihn jedoch, dass der Künstler seinen Protest mit
Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch verbunden habe und die von
ihm in Kauf genommene Gefährdung zu einem Polizei- und
Feuerwehreinsatz am Wiener Stephansplatz führen musste. Dompfarrer
Faber hatte aus Sorge, der Künstler könnte abstürzen und jemanden
verletzen, das Haupttor des Stephansdoms verschließen lassen.
Seine Kunstaktion hatte Weissenberger weder dem Dom noch den
Behörden angekündigt. Nach seiner Performance, die zu einer
Absperrung des Dom-Eingangsbereichs führte, wurde Weissenberger von
der Polizei angezeigt und einvernommen.
Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) gut/
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