- 30.03.2010, 15:02:38
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Schwentner: Teilzeit darf nicht zur Armutsfalle für Frauen werden
Gesetzliches Rückkehrrecht auf Vollzeit gefordert
Wien (OTS) - In Reaktion auf die heute von Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek präsentierte Studie zur Teilzeitarbeit meint
Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen: "Die Nachteile aus
einer Teilzeitbeschäftigung sind in vielen Fällen gravierend. Eine
eigenständige Existenzsicherung ist mit Teilzeit leider nur selten
möglich und die Altersarmut praktisch vorprogrammiert". Wichtig ist,
dass Teilzeit mit einem geringen Stundenumfang nicht zu einer
ungewollten Dauerlösung wird, die den Frauen alle beruflichen
Aufstiegschancen nimmt. Daher fordert Schwentner eine Aufwertung der
Teilzeit: "Wer in Teilzeit arbeitet, soll ein gesetzliches Recht auf
Rückkehr in Vollzeit bekommen. Damit soll verhindert werden, dass
teilzeitbeschäftigte Frauen in einer beruflichen Sackgasse landen."
Die Reaktion der Wirtschaftskammer, die Teilzeitarbeitskräfte nicht
einmal über die Ausschreibung von Vollzeitstellen im Unternehmen
informieren möchte, zeige, dass Teilzeitarbeitskräfte für die
Besetzung von Vollzeitstellen von den Betrieben oft nicht in Erwägung
gezogen werden.
"Ein gesetzlicher Mindeststundlohn könnte die schlechte Bezahlung von
Teilzeitkräften, auch in den freien Berufen, verbessern. Dringend
nötig wäre auch mehr Information über den Anspruch auf
Mehrarbeitszuschlägen. Denn viele Frauen sind darüber nur
unzureichend informiert", meint Schwentner. Die
Einkommenstransparenzinitiative der Frauenministerin bewertet
Schwentner grundsätzlich positiv. "Allerdings werden die Frauen noch
lange auf die Umsetzung warten müssen, denn ein Konsens zwischen SPÖ
und ÖVP ist bei diesem Thema bislang nicht erkennbar", so Schwentner.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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