- 30.03.2010, 09:00:09
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VIER PFOTEN warnt: Lebende Tiere gehören nicht ins Osternest!
Wien (OTS) - Zu Ostern werden gerne Hasen und Kaninchen verschenkt
- aus Schokolade, aus Plüsch, auf Grußkarten...aber auch lebendige
Tiere befinden sich oft im Osternest. Kein Wunder: Kaum jemand kann
den großen Augen, dem seidigen Fell und dem Sanftmut der kleinen
Nager widerstehen. Doch Achtung, so sehr sich Ihr Kind auch einen
"echten" Osterhasen wünscht: Die niedlichen Langohren sind keine
Kuscheltiere!
Kaninchen als Haustiere stehen auf der Beliebtheitsliste der
Kinder ohnehin schon ganz weit oben. Zu Ostern nimmt die Begeisterung
für diese Tiere noch einmal um ein Vielfaches zu. Johanna Stadler,
Geschäftsführerin von VIER PFOTEN, erklärt: "Viele Menschen
vergessen, dass es sich bei echten Kaninchen nicht um putzige
Osterhasen handelt, sondern um Lebewesen, die ein Recht auf
tiergerechte Haltung haben."
Sollte doch die Entscheidung für ein lebendes Ostergeschenk
gefällt werden, sind - wie im Fall jeglicher Haustieranschaffung -
folgende Punkte zu beachten:
Schenken Sie nie nur ein Tier! Kaninchen sind soziale Tiere, die
immer zumindest zu zweit gehalten werden sollten. "Nicht vergessen
sollte man, die Tiere frühmöglichst zu kastrieren, um unerwünschten
Nachwuchs zu vermeiden", erklärt Johanna Stadler. Die Tiere sollten
zeitgleich angeschafft werden: "Eine Vergesellschaftung mit neu
hinzukommenden Tieren gestaltet sich oft schwierig und
nervenaufreibend: Jedes Tier muss sich seine Position im
hierarchischen Gefüge erst einmal erkämpfen." Außerdem ist nicht
unwichtig, dass die Tiere bis zu zehn Jahre und älter werden können.
Kaninchen sind Fluchttiere: Sie lassen sich nur ungern anfassen
und hochheben. Außerdem sind sie äußerst bewegungsfreudig: "Kaninchen
sollten sich also nur Menschen anschaffen, die den Tieren in einem
Garten den nötigen Auslauf bieten können", erklärt Johanna Stadler.
Kaninchen benötigen daher ein möglichst großes, gut strukturiertes
marder- und katzensicheres Gehege mit viel Material zum Nagen, der
Möglichkeit zum graben sowie höhlenartigen Rückzugsmöglichkeiten. Das
Gehege muss ein- und ausbruchsicher sein, schattig und weitgehend
überdacht.
Kaninchen benötigen permanent viel frisches Wasser und Heu.
Johanna Stadler warnt: "Bei vielen Personen kommt es zu allergischen
Reaktionen. Unbedingt vor der Anschaffung eines Tieres testen, ob
jemand in der Familie Heuschnupfen oder eine Tierhaarallergie hat."
Sollte zuwenig Heu gefüttert werden, können die Zähne der Nager zu
lang werden. Diese müssen dann von Menschenhand regelmäßig gekürzt
werden. "Das bedeutet häufige Besuche beim Tierarzt, zusätzlich zu
den üblichen Behandlungen wie Impfungen und Krankenbehandlungen. Man
sollte den Kostenfaktor Haustier nie außer acht lassen. Ein Kaninchen
kostet auf Dauer mehr als nur den Anschaffungspreis", erklärt
Stadler.
VIER PFOTEN rät von einer spontanen Anschaffung von Haustieren ab.
Schenken Sie Ihren Kindern stattdessen guten Gewissens Plüschhasen,
die die Kinder auf Wunsch jederzeit begleiten. Anhand dieser Tiere
kann der verantwortungsvolle Umgang mit lebenden Kaninchen
vorbereitet werden. "Ein lebendes Tier sollte erst angeschafft
werden, wenn alle Familienmitglieder bereit dazu sind und die
Rahmenbedingungen für das Tier geschaffen wurden", betont Johanna
Stadler.
Rückfragehinweis:
Mag. Nunu Kaller Press Office Austria Tel: +43-1-545 50 20-66 Mobile: +43 664 308 63 03 Fax: +43 1 545 50 20-99 mailto:[email protected]
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