• 29.03.2010, 10:43:59
  • /
  • OTS0061 OTW0061

Forschungsförderung effizienter gestalten - mehr Mittel für Universitäten und Hochschulen!

Linz (OTS) - In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es besonders
wichtig, in Forschung und Entwicklung (F&E) zu investieren. Doch
während bei der Grundlagenforschung und der direkten
Forschungsförderung wegen der angekündigten Budgetkonsolidierung mit
Kürzungen zu rechnen ist, soll die steuerliche Gießkannenförderung
von Unternehmensausgaben in F&E kräftig aufgestockt werden.

Den Universitäten und Forschungszentren fehlt Geld. Geld, das sie
benötigen würden, um eine qualitativ hochwertige Ausbildung von
Absolventen/-innen auch in Zukunft sicherzustellen. Außerdem läuft
Österreich Gefahr, in der Grundlagenforschung zurück zu fallen. Das
schadet auch der oberösterreichischen Wirtschaft. Doch anstatt den
Unis die längst überfällige Finanzspritze zu verabreichen, wollen
Wirtschaftsvertreter/-innen eine Erhöhung der Forschungsprämie für
Unternehmen.

Das käme vorwiegend großen Unternehmen zugute und hätte einen
hohen Mitnahme-, aber keinen Lenkungseffekt. "Eine Erhöhung der
Forschungsprämie, wie sie Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung
und auch das Wirtschaftsforschungsinstitut unisono fordern, geht am
Problem vorbei. Die Gelder sollen dort eingesetzt werden, wo sie
gebraucht werden - und zwar an den Universitäten", so AK-Präsident
Dr. Johann Kalliauer.

Die Höhe der ausbezahlten Forschungsprämien betrug laut Statistik
Austria im Vorjahr ca. 380 Millionen Euro. Bei einer Erhöhung des
Prämiensatzes auf zwölf Prozent rechnet das Wifo für die Jahre 2009
bis 2013 mit einem durchschnittlichen Mehraufwand von ca. 185
Millionen Euro pro Jahr. Dabei besteht ohnehin bereits ein
Ungleichgewicht: Während die staatliche Förderung der
Hochschulforschung von 2002 - 2007 um 25 Prozent gestiegen ist,
erhöhte sich die staatliche Finanzierung von Unternehmens-F&E im
selben Zeitraum um 185 Prozent. Österreich finanziert zwischen elf
und zwölf Prozent der Forschung & Entwicklung von Unternehmen und
liegt damit sowohl im EU- als auch im OECD-Vergleich im Spitzenfeld.

"Angesicht des knappen Budgets ist es notwendig, auch bei der
Forschung treffsicher zu fördern - etwa durch die direkte Förderung
von Forschungsprojekten von Unternehmen statt einer
Gießkannenförderung durch eine allgemeine Forschungsprämie. Und wir
brauchen mehr Mittel für Grundlagenforschung auf hohem Niveau. Ich
bin deshalb für eine Umstellung des Systems", sagt Kalliauer.

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Sabine Naderer
Tel.: (0732) 6906-2178
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel