- 29.03.2010, 10:41:01
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Marek: "Wir brauchen Sprachförderung auch in der Berufsschule"
BM Schmied muss auch auslaufende Sprachförderkurse an Volks-, Haupt- und Polytechnischen Schulen verlängern
Wien (OTS) - "Sprache ist der Schlüssel zu sozialer Einbindung,
einem Arbeitsplatz und zum friedlichen Zusammenleben verschiedener
Kulturen", sagte Christine Marek, Landesparteiobfrau der ÖVP Wien,
heute Montag. "Deshalb ist es wichtig, dass die Sprachförderkurse an
Volks-, Haupt- und Polytechnischen Schulen fortgeführt werden, da
diese sonst mit Ende des Schuljahres 2009/10 auslaufen würden. Ich
fordere von Unterrichtsministerin Schmied nicht nur die Verlängerung
der auslaufenden Gesetzesregelung, sondern auch eine Erweiterung des
Sprachförderungsangebotes auf die Berufsschulen. Auch der Wiener
Bürgermeister Häupl ist gefordert, in seinem Kompetenzbereich die
nötigen Planstellen für diese Erweiterung des Angebotes zu schaffen."
Mit den Sprachförderkursen sollen Schüler/innen, die wegen fehlender
Kenntnis der Unterrichtssprache nur als außerordentliche
Schüler/innen aufgenommen werden können, bis zu elf Wochenstunden
gefördert werden, damit sie möglichst bald dem Unterricht folgen
können. Dieses Angebot wurde jedoch bei der gesetzlichen Neuregelung
(SchOG § 8e) zeitlich auf die Schuljahre 2008/09 und 2009/10
befristet.
"Damit stehen die Sprachförderkurse kurz vor dem Aus und eine
Anschlussregelung ist dringend notwendig. Nur wenn wir schon im
Kindesalter Sprachkompetenz schaffen und diese auch einfordern, geben
wir Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine wirkliche
Chance", so Marek weiter. "Die Ausdehnung des Angebotes auf
Volksschulen, Hauptschulen und Polytechnische Schulen war ein
wichtiger Schritt, aber trotzdem nur die halbe Miete. Mit einem Blick
auf die Statistiken im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit ist klar,
dass wir auch im Berufsschulbereich ansetzen müssen."
Der Anteil von Schüler/innen mit nicht-deutscher Muttersprache ist
besonders in Wien extrem hoch. Dieser Anteil lag in Wien laut
Statistik Austria im Schuljahr 2008/09 bei fast 50% in der
Volksschule und bei fast 60% in der Hauptschule. Im Übrigen sehe auch
das Regierungsprogramm den Ausbau von "Deutschförderkursen für
außerordentliche Schüler/innen und Förderkursen für ordentliche
Schüler/innen mit mangelnden Deutschkenntnissen" vor.
"Mit dem verpflichtenden letzten Gratis-Kindergartenjahr und den
Sprachförderkursen im Pflichtschulbereich haben wir wichtige
Initiativen gesetzt, um Kindern mit Migrationshintergrund eine
Zukunft in Österreich zu ermöglichen. Wir setzen damit aber auch
einen wichtigen Schritt, damit Kinder mit Deutsch als Muttersprache
im Unterricht nicht behindert werden", so Marek abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle
Tel.: (01) 515 43 - 940, Fax:(01) 515 43 - 929
mailto:[email protected]
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